"Gewinnen und dann sehen"

Glas halbvoll oder halbleer beim EHC?

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Hinterstocker (EHC, rechts) beim 3:2-Sieg n.P. gegen Köln.

München - Ist das Glas nun halbvoll oder halbleer? Der EHC München hat am Wochenende „gegen zwei Topmannschaften“ gewonnen, befand Stürmer-Star Alex Barta.

„Wenn wir uns ein bissl schlauer angestellt hätten“, fand aber Allrounder Uli Maurer, wären auch Siege nach 60 Minuten dringewesen. So gab der EHC jeweils einen Punkt ab. Entsprechend schwer taten sich die Spieler, die Ergebnisse einzuordnen.

Denn einerseits hat man sich nun fix für die Pre-Playoffs qualifiziert und das Heimrecht so gut wie sicher. Andererseits aber den Anschluss an die direkten Playoffplätze verpasst. Auch, weil es die Resultate aus den anderen Stadien nicht gut meinten mit den Münchnern. Der EHC muss in drei Spielen vier Punkte gutmachen.

Torwart Mika Noronen war davon überrascht. „Ich dachte, es wären nur noch zwei.“ Er hatte auf Hamburger Schützenhilfe gegen Konkurrent Mannheim gebaut – doch die Heimserie der Freezers endete nach 19 Siegen, wodurch sie den Rekord der München Barons aus 1999/2000 nicht knackten. Und auch die anderen Partien endeten für den EHC ungünstig. „Es wird hart, den sechsten Platz noch zu erreichen. Aber was soll’s: Wir müssen gewinnen und sehen, was passiert“, so Noronen.

„Wenn man die Tabelle anschaut, stagnieren wir ein bissl“, sagte Maurer. Seit 15 Spieltagen liegt der EHC auf dem siebten Rang, dem ersten, der nicht direkt in die Playoffs führt. „Wenn wir in der Tabelle noch an jemanden vorbeiziehen, ist es gut“, meinte Trainer Pierre Pagé. „Wichtiger aber ist, dass wir besser werden.“

Und das, meinen sie beim EHC, ist der Fall. Maurer spricht von „kleinen Schritte nach vorne“. Da wäre etwa die Defensive. Noronen war nach den ersten Spielen, die er als Zuschauer sah, „verängstigt“ über die Arbeit der Verteidigung. Jetzt bescheinigt er dem Team „ziemlich gute Defensivarbeit. Es kamen immer noch viele Schüsse, aber weniger Konter oder Scheibenverluste an unserer eigenen blauen Linie.“

Trainer Pagé hatte lange das Vertrauen seiner Truppe in sein – mittlerweile defensiveres – Spielsystem vermisst. „Jetzt glauben wir!“ Pagé orientiert sich, was die Leistungskurve betrifft, ganz an Olympiasieger Kanada: „Sie haben auch ihr bestes Spiel im Finale gemacht.“

wim

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