Red Bulls unschlagbar unterm Zeltdach

Halleluja! EHC schlägt Berlin in der vollen Olympiahalle

+
Jubel in den grauen Spezialtrikots beim EHC. Am Ende siegte der Meister gegen Berlin mit 3:1.

München - Auch im insgesamt vierten Auftritt in der Olympiahalle geht der EHC Red Bull München als Sieger vom Eis. Am Freitag besiegte der Meister DEL-Rekordchampion Berlin.

Halleluja, der EHC Red Bull München bleibt unter dem Zeltdach einfach unschlagbar! Am Freitagabend besiegte der Meister in der ausverkauften Olympiahalle die Eisbären Berlin mit 3:1 (0:1, 2:0, 1:0), ließ sich dabei erneut von einem Rückstand nicht beeindrucken. Es war der zehnte Heimsieg in Serie für den Tabellenführer.

Beide Teams begannen vor den 10.000 Zuschauern im altehrwürdigen Rund zunächst verhalten. Auffällig: Beide Defensiven präsentierten sich ungewohnt löchrig. Nach zwei Großchancen auf beiden Seiten nutzte Nicholas Petersen das erste Powerplay der Partie zur Führung für die Gäste aus der Bundeshauptstadt (5.). Die Red Bulls brauchten einige Minuten, den ersten Rückstand überhaupt unter dem Zeltdach zu verdauen. In den bisherigen Auftritten in der Olympiahalle war der EHC stets in Führung gegangen. Yannic Seidenberg zimmerte an den Pfosten (12.), auch Konrad Abeltshauser (13.), Brooks Macek (14.) und Jason Jaffray (16.) vergaben ihre Gelegenheiten. So blieb es beim 0:1 nach 20 Minuten.

Feuerwerk und Eishockey-Spektakel unter dem Zeltdach - und am Ende ein Sieg für den EHC.

Im Mittelabschnitt dauerte es aber nur 94 Sekunden, ehe Abeltshauser sich nach einem haarsträubenden Fehler der Berliner im Aufbauspiel den Puck schnappte und Petri Vehanen im Gäste-Tor keine Chance ließ – der verdiente 1:1-Ausgleich für den EHC. Und der bestimmte fortan die Partie. Folgerichtig klingelte es vier Minuten später erneut im Eisbären-Gehäuse, Daryl Boyle zimmerte die Scheibe ins linke Kreuzeck – 2:1 (26.). In der Folge verpasste es der Meister, seine zahlreichen Chancen in weitere Treffer umzuwandeln. Jaffray (nach seinem gegen Schwenningen erlittenen Cut unter dem Auge mit Vollvisier spielend) vergab ebenso wie Michael Wolf, der den Puck ans Kreuzeck nagelte.

Auch im letzten Drittel wolöte die Scheibe nicht zur Vorentscheidung ins Netz, was vor allem an starken Vehanen im Eisbären-Tor lag, der einige Male unfassbar stark parierte. Erst 26 Sekunden vor dem Ende erlöste Keith Aucoin die Fans mit einem Empty-Net-Treffer.

Am Sonntag, am Neujahrstag, empfängt der EHC die Kölner Haie, die am Freitag in Bremerhaven mit 0:6 unter die Räder gerieten, zum zweiten Spiel in der Olympiahalle. Für diese Partie gibt es noch wenige Restkarten.

Florian Weiß

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare