Kathan vor Jubiläum

Kathan freut sich über EHC-Sieg

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Klaus Kathan steht vor seinem 900. DEL-Spiel

München - Am Sonntag bestreitet Klaus Kathan sein 900. DEL-Spiel. Vorher spricht der Routinier über Förderer, Idole, sein Erfolgsgeheimnis und freut sich über den Sieg in Ingolstadt.

Am Sonntag beim Spiel des EHC RB München gegen Iserlohn (16.30 Uhr, Eishalle) gibt’s wieder was zu feiern: Klaus Kathan absolviert sein 900. DEL-Spiel! Nach dem 3:1 in Nürnberg (Manager Winkler: „Hochverdient!“) am Freitag soll dann das nächste Erfolgsgeheimnis her. „17 Jahre in der höchsten deutschen Spielklasse – darauf bin ich stolz“, sagt der 35-Jährige. „Aber für mich zählt die Zukunft“, sagt der 153-malige Nationalspieler. „Das hält jung.“ Für die tz macht er zum Jubiläum eine Ausnahme und blickt zurück. Kathan über:

sein erstes DEL-Spiel: Mein erstes für den DEL-Klub Berlin Capitals war ein Europapokalspiel in Schweden. An mein erstes DEL-Spiel kann ich mich dagegen nicht mehr erinnern, auch nicht an mein erstes Tor. Ich habe noch den Puck, den man zu diesem Anlass traditionell mit nach Hause nehmen darf. Der liegt in einer Truhe im Keller. Wie gesagt, man darf nicht ständig an Vergangenes denken.

seine Förderer: Am meisten geprägt hat mich sicher mein Vater, der als Trainer aktiv ist. Ein anderer Mentor war Hans Zach (der wie Kathan aus Bad Tölz kommt, die Redaktion). Unterm Hans habe ich zweimal gespielt: in Kassel und später in Hannover.

sein bestes Spiel: Ich habe für Rosenheim gespielt. Da ist mir gegen Mannheim, das damals Meister war, ein Hattrick gelungen. Wahrscheinlich war es dieses Spiel. Aber soviele herausragende Spiele habe ich in meiner Karriere gar nicht gemacht. Ich hatte oft den Vorteil, gute Mitspieler an der Seite zu haben.

seinen besten Partner: Tore Vikingstad spielte sieben Jahre in meiner Reihe. Erst in Düsseldorf, dann in Hannover. Er war damals wahrscheinlich der beste Spieler in der DEL – mein Glück.

seinen Höhepunkt: Sicherlich der Meistertitel mit Hannover. Das war seit meinem ersten DEL-Spiel mein Ziel, einmal den Pokal in den Händen zu haben. Der Titel kam überraschend. Wir lagen noch im Oktober auf dem letzten Tabellenplatz.

seinen Tiefpunkt: Die Zeit in Mannheim. Wir sollten um den Titel mitspielen, aber das Team war nicht gut zusammengestellt, ich habe meine Leistung auch nicht gebracht. Es hat nicht gepasst.

sein Erfolgsgeheimnis: Ich bin ein langweiliger Typ, mit sowas kann ich nicht dienen. Das hat mir Hans Zach beigebracht: dass man sich nur auf die Regeneration, die Spielvorbereitung und das Spiel konzentrieren soll – und nicht aufs Als-Letzter-aufs-Eis-laufen und den ganzen Firlefanz. Das lenkt einen nur ab. Na gut, in Hannover hatte ich ein Trikot vom FC Bayern als Glücksbringer drunter.

seine Karrieplanung: Wie lange ich weiterspiele, hängt vor allem vom Erfolg mit der Mannschaft ab. Ich bin alt, aber nicht zu alt. Ich fühle mich gut und bin motiviert.

seine Ziele: Erst einmal möchte ich das 900. Spiel spielen. Noch habe ich es ja noch nicht. Und danach steht für mich ganz oben die Qualifikation für die Playoffs mit dem EHC.

sein 900. Spiel: Wir brauchen einen Sieg, sonst wird’s schwer im Kampf um die Playoff-Plätze. Für das Spiel habe ich mir nichts Besonderes vorgenommen. Ich würde lieber feiern, wenn wir in die Playoffs eingezogen sind. Vielleicht werde ich am Sonntagabend mit meiner Frau schön essen gehen. Wenn wir aber verlieren sollten, bin ich nur wieder „sauzwida“.

Protokoll:

Martin Wimösterer

Nürnberg - EHC 1:3 (0:1, 1:1, 0:1). – Tore: 0:1 Kavanagh (18:58), 0:2 Hinterstocker (26:39), 1:2 Ehliz (27:27), 1:3 Ulmer (48:55) Strafen: 10/8.

Protokoll: Martin Wimösterer

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