Hede im Interview: "Ich komme wieder"

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Für ­Niklas Hede beginnt jetzt die Zeit nach der aktiven Karriere. Aber keine Angst: Ruhig wird’s nicht werden…

München - …und jedem Ende wohnt ein Zauber inne. Der EHC München bereitet sich (und seine Fans) auf die neue Saison und die neue Liga vor – aber das, was richtig anrührt, ist ein Abschied. Der von ­Niklas Hede (41) nämlich.

Der Test am Dienstagabend gegen Straubing: Es ist, wenn man so will, Spiel eins nach Hede. Noch am Sonntag war der Finne im Münchner Trikot aufgelaufen – und hatte sich von den Fans verabschiedet. Wie sich Hede nach Ende des zweiten Drittels im Spiel gegen Hannover im mittleren Bullykreis die Schlittschuhe auszog: Es war der rührendste Moment der Saisoneröffnung. Eine kurze Ansprache ans Publikum, die Erinnerung an das Telefonat, mit dem Manager Winkler einst die Hede-Verpflichtung klarmachte: „Er hat angerufen und gefragt, ‚Magst nach Minga kemma? Du bist zwar schon alt, aber so einen wie dich können wir brauchen…‘“

Diese oberbayerische Charme-Offensive hat Hede damals überzeugt. Was rauskam, war viel mehr als bloß ein Vertrag. Das wurde zur Herzensangelegenheit. Nur folgerichtig, dass Hede jetzt große Ehre zuteil wird. Sein Trikot wird unter dem Hallendach aufgehängt – und die Nummer zehn wird nicht mehr vergeben. Das Leiberl bleibt also, der restliche Hede geht aber. Wohin, das sagt er im tz-Abschieds-Interview:

Herr Hede, wo zieht es Sie jetzt hin?

Hede: Nach Finnland natürlich.

Eishockey natürlich…

Hede: Richtig. Ich habe eine Stelle als Nachwuchs-Cheftrainer. Wenn man die Laufschule noch dazuzählt, sind es über 700 Kinder. Es gibt um die 85 Mannschaften und um die 50 Trainer. Ich habe also einiges vor.

Was bleibt Ihnen aus Ihren zwei Jahren München am stärksten in Erinnerung?

Hede: Vieles. Ich möchte niemanden speziell erwähnen – denn wenn ich jemanden vergesse, dann wäre das unfair. Aber ich habe trotz meines Alters wieder viel über das Eishockey gelernt. Besonders von Pat Cortina.

Was kann München in der DEL erreichen?

Hede: Die Mannschaft soll über so etwas gar nicht nachdenken, das lenkt nur ab. Ich persönlich gehe davon aus, dass der EHC um die Plätze sieben bis zehn mitspielen wird. Aber das wird nicht einfach. Die Mannschaft muss noch wachsen. Es wartet auf alle noch sehr viel Arbeit.

Sie haben bestimmt viele Freunde in München gewonnen…

Hede: Ja – und ich werde immer verfolgen, was hier in München passiert. Und ich werde auch irgendwann wieder hier vorbeikommen.

Interview: mw 

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