Heimrecht mit Heimsieg sichern

- VON EDUARD HIEN Geretsried - Das Geretsrieder Eishockeyteam hat es am letzten Punktspielwochenende selbst in der Hand, den vierten Platz klar zu machen. Und der ist nicht nur das erklärte Saisonziel von Coach Rudi Sternkopf, sondern birgt auch den Vorteil, in den Play-offs bei einem möglichen dritten Spiel ein weiteres Mal Heimrecht genießen zu können. Voraussetzung ist allerdings, dass die River Rats noch einen Punkt einfahren, und dies am besten am heutigen Freitag um 20 Uhr gegen den Verfolger EHC Waldkraiburg.<BR>

Zuletzt ging den Innstädtern etwas die Luft aus, was sich in zwei grausamen Heimvorstellungen gegen Pfaffenhofen (0:4) und Dorfen (4:8) widerspiegelte. Beendet schien die Formkrise am vergangenen Wochenende, als die Löwen einen 6:4-Sieg in Pegnitz feierten und damit auf drei Zähler an Geretsried heranrückten. Allerdings könnte der EHC viel weiter vorne platziert sein, hätte er im Herbst nicht vergessen, den vorläufigen Pass des kanadischen Neuzugangs Dale Crombeen rechtzeitig verlängern zu lassen. Deshalb wurden den Waldkraiburgern seinerzeit vier Punkte aberkannt. Wichtigste Eckpfeiler der Mannschaft sind die Torjäger Dale Crombeen (31 Tore/29 Beihilfen), Christian Waldmann (26/21) und Martin Führmann (23/21) sowie der lange Zeit verletzte Kapitän Rainer Zerwesz (7/23).<P>Kurz vor Transferschluss rüsteten die Löwen noch einmal auf: Vom Oberligisten SB Rosenheim kamen Stürmer Peter Berger und Verteidiger-Oldie Vitus Mitterfellner. Der 42-Jährige ist eine Kultfigur des bayerischen Eishockeys, mit allen Wassern gewaschen und verfügt über einen unglaublich harten Schuss.<P>Gerade im Powerplay kommt Mitterfellners Stärke als Blueliner zum Tragen. "Wir müssen daher sehen, dass wir möglichst wenig in Unterzahl geraten", hofft Rudi Sternkopf auf ein strafzeitenarmes Match. Der Rats-Coach hat seine Blöcke umgestellt und setzt auf drei ausgeglichene Formationen. So wird Torjäger Juris Opulskis mit Patrick Ullmann und Hans Tauber eine Sturmreihe bilden, hinter der Sergej Tchoudinov und Andreas Hölzl verteidigen. Kapitän Hansi Hansch stürmt zusammen mit Andreas Dornbach und Manfred Hörl, als Verteidiger agieren hier Markus Feierabend und Erwin Winhart. Als drittes Defensivpärchen wird Sebastian Wanner und Jörg Zinnecker aufgeboten, in deren Block Arthur Scheid, Peter Holdschik und Michael Helfrich angreifen werden.<P>Sollte der an Grippe erkrankte Helfrich ausfallen, käme Tobias Stowasser zum Einsatz. "So können wir kontinuierlich durchspielen und den beiden Waldkraiburgern Powerplay-Blöcken Paroli bieten", sagt Sternkopf. Angesichts der jüngsten Trainingseinheiten seiner Schützlinge ist der 38-Jährige zuversichtlich: "Alle haben großen Ehrgeiz und eine überragende Einstellung gezeigt."<P>

Quelle: Merkur.de

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