Hochbetrieb im Lazarett - Cortina mit Eigenlob 

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Jordan Webb hat sich am Handgelenk verletzt

München - Es herrscht Chaos beim EHC München! Nach der Overtime-Pleite gegen Ingolstadt wird's eng im Lazarett. Trainer Pat Cortina zollt sich in der misslichen Lage Eigenlob.

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Nachdem Jordan Webb (Handgelenksverletzung) und Neville Rautert (Gehirnerschütterung) dort bereits Langzeitplätze belegen, kommen seit Dienstagabend zwei weitere Top-Stürmer hinzu: Uli Maurer (Innenbandriss im Knie, sechs Wochen Pause) sowie Mike Kompon (Schulter, drei Wochen). Dass man es gegen Ingolstadt, den letztjährigen Halbfinalisten, bis in die Verlängerung schaffte, grenzte für viele an ein Wunder.

Immerhin sprang ein Punkt bei der 2:3 (n.V.)-Niederlage heraus, und EHC-Coach Pat Cortina fühlte sich wie ein Gewinner: „Wir haben keinen Sieg in Form von drei Punkten eingefahren, aber ich denke, dass meine Spieler wie Sieger aufgetreten sind. Und der eine Punkt fühlt sich, besonders wegen der Umstände, an wie ein Sieg.“

Doch Cortina zollte auch Manager Christian Winkler und sich selbst Lob: „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Wir haben alles gegeben, und das, obwohl wir Spieler wie Uli Maurer und Mike Kompon verloren haben. Und das gegen eine Mannschaft wie Ingolstadt. Ab dem 2:2 ist unser Team dann ein wenig müder geworden. Aber es war das dritte Spiel innerhalb von fünf Tagen. Christian Winkler und ich sind auch stolz auf die Auswahl, die wir in Bezug auf die Spieler vor Saisonstart gemacht haben.“

Doch wie geht es weiter? Schon am Freitag muss die Mannschaft beim Tabellenführer Nürnberg antreten, am Sonntag kommt Meister Hannover in die Olympiaeishalle! „Diejenigen, die fit sind, müssen beste Leistungen bringen. Es ist nie eine Frage, wie viele Spieler du hast, sondern ob die fitten Spieler fähig sind, alles zu geben. Und wenn das nicht funktioniert, müssen halt Christian Winkler und Peppi Heiß ran…“, versucht Cortina das Horrorszenario mit einem Witz aufzulockern.

Es gilt sowieso: Der Plan bis zur Ligapause im November besteht weiter darin, „auf dem höchsten Level unserer Fähigkeiten zu spielen. Da ist der Blick auf die Tabelle sekundär.“ Auf dem höchsten Level spielen müssen also nun auch Männer aus der vierten Reihe wie Philipp Quinlan oder Sören Sturm, die sonst nicht allzu viel Eiszeit bekommen.

P. Malberg

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