EHC-Niederlage beim Doppeldebüt

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Dennis Schütt am Münchner Hauptbahnhof

München - Weit gefahren, gut gekämpft, wenig gewonnen. Irgendwie waren die Spiele in Düsseldorf und Berlin ärgerlich für den EHC, aber Manager Christian Winkler entschloss sich, es positiv zu sehen.

Der EHC verlor in Düsseldorf und Berlin jeweils 2:3 nach Verlängerung. „Die Mannschaft hat auch beim Meister große Moral bewiesen. In den beiden Spielen hat man gegen zwei absolute Topteams nur ein Drittel in der regulären Spielzeit verloren. Insofern ist es natürlich absolut bitter, dass die Mannschaft lediglich zwei Punkte mit nach München nehmen darf. Ein besonderer Dank gilt unseren grandiosen Fans, die uns an diesem Wochenende großartig unterstützt haben“, sagte er in Berlin.

Ein bisserl Frust also beim EHC – für einen aber war das Wochenende ein Highlight: Veit Holzmann. Der 19-Jährige machte sein Debüt in der DEL. Holzmann, das ist ein sakrischer Lausbub, das haben sie beim EHC schon an dessen erstem Tag gemerkt. Beim Fitnesstest standen Klimmzüge auf dem Programm. Er griff in die Magnesium-Schale und rieb sich die Hände, dass es nur so staubte. Dann fuhr er mit zwei Fingern noch mal hinein und trug sich unter den Augen Kriegsbemalung auf. Und so ging es in der Vorbereitung weiter: Jochen Reimer erzählte kürzlich, dass Holzmann „einige Klassiker“ in puncto Kabinen-Unterhaltung geliefert hat, und es der Mannschaft leicht macht, ihn zu integrieren. Seit Freitag gehören er und Dennis Schütt (20) also richtig dazu: Die beiden gaben ihr DEL-Debüt.

Für Gaudibursch Holzmann war der Weg dorthin zuletzt beschwerlich: Nach Saisonbeginn fiel er sechs Wochen mit einer Schulterverletzung aus. Der Sohn von Ex-Nationalspieler Georg „Eisenschorsch“ Holzmann kämpfte sich aber in sechs Wochen wieder heran. In seinem Heimteam in der Oberliga, das sein Vater trainiert, gab er vor einem Monat sein Comeback, vor zwei Wochen kam es zum Duell mit Debütanten-Kollege Schütt: Füssen gewann 3:2 gegen Klostersee mit Kraftpaket Dennis Schütt.

Und Manager Winkler meinte unter der Woche, dass die Talente künftig immer wieder zum Einsatz kommen. Auch Andreas Pauli (Tölz) und Daniel Schmölz (Füssen) dürfen mit Eiszeit in der DEL rechnen – vielleicht ja mit etwas mehr Fortune als bei den zwei letzten Spielen samt Verlängerung.

wim

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