Derby gegen Augsburg: EHC steht vor Rekord

EHC-Manager Christian Winkler (vorne) und Trainer Pat Cortina
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EHC-Manager Christian Winkler (vorne) und Trainer Pat Cortina

München - Der EHC-Hammer! Am Freitagabend um 20.20 Uhr steigt das Spiel gegen die Augsburger Panther. Höchstwahrscheinlich geht es in die Geschichte des EHC München ein.

Schon jetzt gibt’s nur noch rund 150 Restkarten – die Vereins-Offiziellen rechnen damit, dass spätestens am Donnerstag alle Tickets weg sind. Das wäre dann damit nicht nur das erste ausverkaufte EHC-Spiel dieser Saison, sondern sogar das erste ausverkaufte EHC-Spiel überhaupt!

In der vergangenen Saison war der Klub zwar ein paarmal knapp dran (etwa bei der Aktion „Volle Hütte“), aber wirklich bis auf den letzten Platz gefüllt war sie nie, die Hütte. Also jetzt Premiere!

Kein Wunder, dass die EHC-Spieler heiß sind auf diese Partie, dass sie Vollgas geben wollen vor dieser Kulisse. Klar ist aber: Die EHC-Leute werden auch wirklich jedes Tröpfchen Herzblut brauchen – weil die Ausgangslage schwierig ist.

Der Trend, lange Zeit ja der beste Freund des EHC, ist umgeschlagen. Erst das 2:4 in Berlin, dann jetzt auch noch die 0:5-Klatsche in Iserlohn… Schwer zu verdauen! Hintergrund: die angespannte Personalsituation wegen der vielen Verletzten. Und: der harte Spielrhythmus. Trainer Pat Cortina sagte nach der Pleite in Iserlohn: „Wir haben zuletzt vier Spiele in sieben Tagen gemacht. Drei davon auswärts. Wir waren ein bisschen müde.“

Aber der Coach stellt auch gleich klar: „Das ist jetzt keine Entschuldigung! Iserlohn war die bessere Mannschaft.“ Und hat dem EHC damit auch eine Lektion mitgegeben, die noch wertvoll werden kann. Cortina: „Das Iserlohner Spiel hat uns viel Energie gekostet, das hat uns aus dem Rhythmus gebracht.“

Und das darf in Zukunft eben nicht mehr passieren. Der EHC muss agieren statt reagieren, sein eigenes gewohntes Energie-Hockey durchziehen. Und, immerhin, es hat ja auch schon in Iserlohn zumindest Ansätze in diese Richtung gegeben. Cortina: „Im ersten Drittel waren wir ganz gut, da haben wir hart gekämpft und sind gut gelaufen.“

Auch Manager Christian Winkler hat bei diesem 0:5 keinen Weltuntergang gesehen. Er sagt: „Das Ergebnis hört sich zwar brutal an, aber es war sicher kein 0:5-Spiel. Das hätte ja auch ganz anders laufen können.“ Wenn das Glück mal auf EHC-Seite gewesen wäre, zum Beispiel… Und wenn da nicht die Hammer-Spielbelastung gewesen wäre… Winkler sagt: „Ich will nicht jammern, aber bei unserem dezimierten Kader schlägt das schon rein.“

Uli Heichele

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