Kompon ist zurück - nur seine Nummer ist weg

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Müde, aber glücklich: Mike Kompon nach der Landung

München - Sieben Monate war Mike Kompon weg aus München, seit Mittwoch ist er zurück! Wir haben den EHC-Spieler in den ersten Stunden nach seiner Ankunft begleitet. Jetzt vermisst er nur noch seine Nummer.

Und das Flugzeug von Air Canada half mit, dass Kompon möglichst rasch wieder zu seinem EHC kommt: Um neun Uhr landete die Maschine aus Toronto, eine Stunde eher als erwartet. Wir begleiteten ihn auf den ersten Stunden seiner Heimkehr. Kompon sagte nach der Ankunft: „Ich bin müde, zu Hause ist es jetzt mitten in der Nacht. Aber ich bin froh, endlich wieder in München zu sein.“

Die sieben Monate waren eine gefühlte Ewigkeit, doch sein deutsches Handy und seine Sparkassen-Karte (bei der er sich aber nicht auf Anhieb an den Pin erinnerte) hat er noch. Auf dem Eis soll die Anpassung nicht so lange dauern, meint Kompon, auch wenn das Eishockey hier anders sei. Zuletzt konnte er nicht trainieren, weil er im letzten Spiel für Allen einen Puck ans Knie bekommen hatte. „Nicht so schlimm. Ich freue mich aufs Eis.“

Thomas Buchberger von der Geschäftsstelle holte Kompon vom Flughafen ab. Er verstaute Mike und dessen drei Taschen im Auto. Eine große, schwarze Tasche hatte sogar noch eine Karte mit „#17 Kompon“ und ein EHC-Logo angesteckt. Künftig wird Kompon allerdings die 27 auf dem Trikot tragen, die 17 trägt nun George Kink. „Ein bisschen komisch wird das sein“, meint Kompon. „Die alte Nummer hatte ich die letzten 15 Jahre.“

Die erste Fahrt führte Kompon direkt in die Stadt. Der erste Weg Kompons: gleich in die Eishalle! Auf dem Weg rufen immer wieder Verantwortliche an und fragen, wann Mike kommt. „Den heutigen Tag hat man herbeigesehnt“, sagt Christian Winkler. Der Manager empfängt „den verlorenen Sohn“ vor der Eishalle mit einer festen Umarmung.

Und dann meldet sich Kompon in der Trainerkabine zurück, ehe er seine Kumpels in der Kabine besucht. „There he is“, schreit einer, die anderen grölen begeistert. Alle kommen zusammen, umarmen Mike, halten Schwätzchen, lachen.

Später geht es für Kompon in seine neue Wohnung, nur zehn Minuten vom Stadion entfernt. „Da ist es schön“, sagt Mike. Der Rückkehrer kennt sie bereits, auch andere EHCler wohnten dort schon, zuletzt Kevin Lavallee.

Winkler beantragte für ihn gleich die Lizenz. Am Wochenende in Düsseldorf (19.30 Uhr) und am Sonntag in Berlin (14.30 Uhr) wird Kompon noch fehlen. Für ihn stehen am Donnerstag und Freitag die Medizinchecks auf dem Programm. Zumindest kann er dann auf den geliebten Christkindlmarkt gehen, von denen er sogar seinen Verwandten zu Hause in Thunder Bay (Kanada) berichtet hat.

Nächste Woche wird er Pat Cortina dann im Training zur Verfügung stehen. Der Trainer plant ihn als Mittelstürmer zwischen Martin Schymainski und David Wrigley ein. Winkler sagt: „Mike gibt uns wieder mehr Möglichkeiten. Er soll sich aber erst mal in aller Ruhe akklimatisieren. Wir sollten die Erwartungen erst mal am Boden halten.“

wim

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