Die Liga im großen tz -Check

+
Augsburgs Chris Heid (oben) gegen Eric Schneider: Dieses Duell gibt’s wieder am 5. November.

München - Die DEL im tz-Check: Wer sind die Favoriten, wo spielen die Stars, was kann der EHC?

Am Freitag geht sie los, die neue DEL-Saison. Zum ersten Mal dabei: der EHC München. Ein Vorteil für den Aufsteiger ist kurioserweise die Wirtschaftskrise: Viele Topklubs haben sich ein Sparjahr verordnet, dadurch rutscht die Liga kräftemäßig enger zusammen. Der große DEL-TÜV der tz:

Die Favoriten:

Berlin: Das sah schon stark aus, was die Eisbären im Europapokal gezeigt haben. Sie gewannen ihre Vorrundengruppe und besiegten dabei auch DEL-Rivale Mannheim mit 3:1. Ganz stark: Vorne treffen alle Reihen, hinten gab’s nur gegen Helsiniki mehr als drei Gegentore. Weiteres Plus: Die Mischung aus Routine und Unbekümmertheit passt.

Mannheim: Nach dem enttäuschenden Abschneiden in der Vorsaison (Aus in den Pre-Playoffs) setzen die Adler auf den Nachwuchs. Knapp die Hälfte des Kaders ist jünger als 25. Im Europapokal hat sich diese Unerfahrenheit gerächt. Fehlt der Killerinstinkt, um ganz weit zu kommen? Der neue Trainer Harold Kreis gehört aber zu den Stars der Liga, der Acht-Millionen-Etat ist spitze.

Laktattest beim EHC München

Die Spieler des EHC München beim Laktattest in der Werner-von-Linder-Halle. Die besten Bilder. © Sampics
Die Spieler des EHC München beim Laktattest in der Werner-von-Linder-Halle. Die besten Bilder. © Sampics
Die Spieler des EHC München beim Laktattest in der Werner-von-Linder-Halle. Die besten Bilder. © Sampics
Die Spieler des EHC München beim Laktattest in der Werner-von-Linder-Halle. Die besten Bilder. © Sampics
Die Spieler des EHC München beim Laktattest in der Werner-von-Linder-Halle. Die besten Bilder. © Sampics
Die Spieler des EHC München beim Laktattest in der Werner-von-Linder-Halle. Die besten Bilder. © Sampics
Die Spieler des EHC München beim Laktattest in der Werner-von-Linder-Halle. Die besten Bilder. © Sampics
Die Spieler des EHC München beim Laktattest in der Werner-von-Linder-Halle. Die besten Bilder. © Sampics
Die Spieler des EHC München beim Laktattest in der Werner-von-Linder-Halle. Die besten Bilder. © Sampics
Die Spieler des EHC München beim Laktattest in der Werner-von-Linder-Halle. Die besten Bilder. © Sampics
Die Spieler des EHC München beim Laktattest in der Werner-von-Linder-Halle. Die besten Bilder. © Sampics
Die Spieler des EHC München beim Laktattest in der Werner-von-Linder-Halle. Die besten Bilder. © Sampics
Die Spieler des EHC München beim Laktattest in der Werner-von-Linder-Halle. Die besten Bilder. © Sampics
Die Spieler des EHC München beim Laktattest in der Werner-von-Linder-Halle. Die besten Bilder. © Sampics
Die Spieler des EHC München beim Laktattest in der Werner-von-Linder-Halle. Die besten Bilder. © Sampics

Düsseldorf: Aus im Playoff-Viertelfinale, sinkende Zuschauerzahlen und abgesprungene Sponsoren – eine Katastrophen-Saison liegt hinter der DEG. Der 7,2-Millionen-Euro-Etat schrumpft um ein Fünftel, gespart wird bei den Spielern. Dennoch ist der Kader gespickt mit Topspielern. Trainer Kreis ging zu Mannheim. Nachfolger Jeff Tomlinson ist talentiert, hat aber noch keine Erfahrung als Chefcoach.

Die Verfolger:

Nürnberg: Die Topspieler blieben fast alle, die Neuzugänge sind clever gewählt. Wie schon seit einigen Jahren haben sich die Nürnberger wieder in Augsburg bedient – bisher wurden sie damit kaum enttäuscht. Dazu kamen ein paar routinierte DEL-Cracks.

Wolfsburg: Der Halbfinaleinzug in der vorigen Saison überraschte alle. Der Klub ist erst seit 2007 in der DEL und hat sich Jahr für Jahr verbessert. Gute Nachricht: Die Mannschaft spielt weiter zusammen. Schlechte Nachricht: Kaum einen interessiert’s: Nur 2500 Zuschauer im Schnitt.

Hannover: Der amtierende Meister. Die Mannschaft bleibt quasi gleich, doch der Erfolgsgarant ist weg: Trainer Hans Zach hat aufgehört. Nachfolger Toni Krinner tritt ein schweres Erbe an, was die Ergebnisse der Vorbereitung zeigen. Dazu gab’s Ärger um den Etat.

Die Außenseiter:

Hamburg: Großreinemachen bei den Freezers: Nach Platz 14 wurden Trainer, Manager und Präsident ausgetauscht. Vom Team des Vorjahres blieben nur fünf Spieler, einige namhafte Profis kamen. Seit der Umsiedlung aus München waren die Freezers stets wie ein Reeperbahn-Besuch: Hoher Erwartung folgt große Enttäuschung. Nun träumen nur noch die wenigsten.

Ingolstadt: Die Vorbereitung verlief wechselhaft. Nach Platz zwei bei den Hockeyades in der Schweiz verlor die Mannschaft von Greg Thomson zuletzt beim Gäubodencup gegen Augsburg und Nürnberg. Doch der Halbfinalist der Vorsaison ist nicht zu unterschätzen. Die ersten beiden Sturmreihen gehören im Ligavergleich zu den stärksten.

Augsburg: Der Saisonstart wird happig. Einen Monat lang nur Auswärtsspiele, danach bis Dezember zu Hause nur vor 3000 Fans. Das kostet Stimmung, Einnahmen und wohl auch Punkte. Doch auf lange Sicht sinnvoll: Das Stadion wird umgebaut. Wie auch der Kader: Viele Spieler sind dem Duft des Geldes zu Ligakonkurrenten gefolgt. Trainer Larry Mitchell musste ein beinahe komplett neues Team zusammenbauen. Zumindest bleibt Nationaltorwart Dennis Endras – noch.

Straubing: Euphorie bei den Tigers. Sie haben die beste Mannschaft seit dem Aufstieg 2006 beisammen. Mit Dimitri Pätzold und Michael Bakos stießen zwei Nationalspieler dazu. Straubing gewann den heimischen Gäubodencup.

München: Mit 16 Aufstiegsspielern geht der EHC in die Premierensaison. Mutig, denn der Schritt zwischen den Ligen ist riesig. Doch in den Testspielen deutete Pat Cortinas Mannschaft ihr Potenzial an. Die DEL-erfahrenen Verstärkungen passen gut ins Team, mit Stürmer Eric Schneider hat sich der EHC sogar einen Star geangelt.

Iserlohn: Freunde halten die Roosters für die Beständigkeit, Gegner für die Langeweile in Person. In den letzten sechs Jahren fünfmal Elfter, in zehn Jahren DEL nur einmal in den Playoffs. Mit Michael Wolf, Robert Hock und Pat Kavanagh hat Iserlohn drei Topstürmer im Kader. Doch Starverteidiger Marty Wilford hat nicht verlängert.

Die Wackelkandidaten:

Köln: Sportlich gesehen haben die Haie die beiden schlechtesten Jahre der Vereinsgeschichte hinter sich. Außerdem im Programm: Massive Finanzprobleme und Zoff mit den Fans. Star Marcel Müller ging nach Toronto. Neben einigen Topverpflichtungen kamen auch einige Spieler der Abteilung Wundertüte.

Krefeld: Hauptsponsor RWE zog sich wie Geschäftsführer Wolfgang Schäfer zurück. Dadurch sind 650 000 Euro im Etat plötzlich ungedeckt. Die Mannschaft spielte in der Vorbereitung dennoch stark.

wim

Auch interessant

Kommentare