Die Lösung fürs Peak-Problem

Knoten bei MacKay geplatzt – auch beim EHC?

+
Traf am ­Wochenende zum sehr­ wichtigen 2:1: Matt MacKay.

München - "Alle sprechen darüber", sagt Matt MacKay. Der Stürmer befindet sich mit dem EHC München im Endspurt der Punkterunde, und alle reden über "diesen Peak", den Höhepunkt der Formkurve.

„Als Mannschaft will man auf den Peak hochkommen, direkt wenn man in die Playoffs hineinkommt. Wer sich steigert, wird Meister.“ Klar, MacKay weiß, dass das „schwer zu erreichen“ ist. Aber er glaubt fest an seine Truppe. Er staunt, wenn er die stargespickte Kaderliste liest: „Ich habe noch nie so eine Mannschaft gesehen. Wir sind so tief besetzt.“ Darren Haydar etwa, sagt MacKay, spielt einen so edlen Pass – „den habe ich gar nicht gesehen, bis er auf dem Tape meines Schlägers war.“

Oder Jochen Reimer, der für MacKay „der beste Torwart in Deutschland“ ist. Da fällt ihm sogar im Training das Toreschießen schwer. „Das ist bitter für mich“, sagt er und lacht. „Einmal in drei Wochen“ habe er gegen Reimer getroffen, gegen Niklas Treutle zweimal, gegen Neuzugang Mika Noronen am Samstag gar nicht. MacKay hebt sich deswegen die Scheiben, die ins Tor gingen, zu Hause auf.

Am Sonntag platzte für ihn dann auch der Knoten im Spiel. Er traf erstmals für den EHC, ausgerechnet gegen Schwenningen, von wo er mangels Vertrauen kam und wo er, Sohn des Ex-Nationalspielers Mark, aufwuchs. „Was Besonderes“ sei das Tor gewesen, so MacKay, der seinen Kindern später davon erzählen will.

Am Montag wollte er die Freude über das Tor „in die Tasche stecken und hier weiterarbeiten“. Es gibt ja noch zu tun, wenn der EHC zu den Playoffs in Bestform sein soll. MacKay sagt, dass man in jedem Training und Spiel dazulerne. Gegen Schwenningen habe das Team zweierlei gelernt.

Erste Lektion: Den Killerinstinkt, den Ergänzungsspieler MacKay mit seinem Knackpunkttor zum 2:1 zeigte. Der Eindruck des Stürmers: Man habe den Gegner „runtergedrückt und nicht mehr hochgelassen“.

Durst auf Erfolg: Keeper Jochen ­Reimer

Zweite Lektion: Das Vertrauen auf die eigenen Kräfte und Spielsysteme. „Wenn wir unser Spiel spielen, werden wir Erfolg haben.“ Dazu bedarf es eines super Rückhalts im Kasten, wie am Sonntag Reimer. Das hat auch Neuzugang Noronen bemerkt: „Ich hatte gelesen, dass der EHC oft hohe Ergebnisse hatte. Für einen Torhüter ist es nicht der ideale Platz, wenn auf die Offensive gesetzt wird.“ Er grinste. Auch die Goalies, das ist beim EHC eine Grundvoraussetzung, müssen zum Playoff-Start auf dem Peak sein.

wim

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Halb Demokratie, halb Befehl: Wer wird Kapitän des EHC München?
Halb Demokratie, halb Befehl: Wer wird Kapitän des EHC München?

Kommentare