Auswärtssieg dank Aus den Birken und Unterzahlspiel

Matchpuck! EHC kann am Sonntag daheim den Titel-Hattrick perfekt machen

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Freude pur: Maxi Kastner freut sich über seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1.

Nur noch ein Sieg, dann ist der EHC Red Bull München erneut Deutscher Eishockey-Meister. Am Freitag gewann der Titelverteidiger Spiel vier der Finalserie in Berlin.

Der EHC Red Bull München kann den Meistersekt schon einmal kaltstellen! Mit dem 4:2 (1:1, 2:1, 1:0)-Erfolg am Freitagabend bei den Eisbären Berlin fehlt dem Titelverteidiger jetzt nur noch ein Sieg zum Meister-Hattrick. Erster Matchpuck: Sonntag um 14.30 Uhr im Olympia-Eisstadion! „Jetzt wollen wir auf jeden Fall zu Hause den Titel holen“, kündigte Dominik Kahun an.

Die Partie begann mit zahlreichen hart gefahrenen Checks - vor allem von Seiten der Hausherren, die zeigen wollten, dass sie die Serie noch nicht abgeschrieben hatten. Nicht unverdient ging Berlin in Führung, Jamison MacQueen donnerte die Scheibe an EHC-Keeper Danny aus den Birken vorbei ins Netz (6.). In der Folge überstand der EHC eine doppelte Überzahl, die den Meister sichtlich aufbaute. Dann setzte Yannic Seidenberg zu einem galaverdächtigen Solo über das gesamte Eis an, an dessen Ende Maxi Kastner dessen Schuss zum 1:1 abfälschte (12.). „Wir haben uns das Tor erkämpft“, meinte Kastner.

Berlin bestimmt Partie, geht in Führung - aber EHC eiskalt

So spektakulär das erste Drittel vor den 14.200 Zuschauern in der Berliner Arena, darunter die komplette deutsche Eishockey-Nationalmannschaft, auch gewesen war, so taktisch geprägt zeigte sich die Anfangsphase des Zweiten. Die Räume eng, zahlreiche Puckverluste auf beiden Seiten – für Taktikliebhaber faszinierend, für die Fans aber deutlich weniger attraktiv. Für den Knotenlöser sorgte das 2:1 für die Eisbären durch Sean Backman (27.), in dessen Folge Berlin die Partie dominierte. Nur dank des überragenden Aus den Birken im Kasten blieben die Red Bulls im Spiel, auch während einer erneuten doppelten Unterzahl.

EHC-Keeper Danny aus den Birken war es zu Verdanken, dass München trotz zweier Rückstände im Spiel blieb.

Siebenmal Powerplay Berlin, aber EHC lässt nichts zu

Vollkommen überraschend glich Mr. Playoff-Finale Jon Matsumoto aus – es war sein viertes Tor im vierten Finalspiel (35.). „Der Jonny geht jetzt richtig ab“, meinte Kahun grinsend. Es sollte aber noch besser kommen, denn Seidenberg feuerte die Scheibe zum 2:3 ins Netz (39.). Mit seinem 150. DEL-Tor stellte er die Partie zu diesem Zeitpunkt vollkommen auf den Kopf. An beiden Toren als Vorbereiter beteiligt: Steve Pinizzotto, der erneut extrem clever agierte und sich nicht provozieren ließ.

Jon Matsumoto (Mitte) bejubelt seinen Treffer zum Ausgleich für den EHC.

Allerdings blieb der EHC auch im Schlussabschnitt nicht von der Strafbank weg, sodass es weiterhin spannend blieb. Der große Trumpf des Meisters aber bleibt das Penalty-Killing, Berlin konnte keines seiner sieben Überzahlspiele nutzen. Kahun brachte mit dem 2:4 (58.) das Berliner Publikum endgültig zum Verstummen und den EHC dem Pott endgültig ganz, ganz nah.

Florian Weiß

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