EHC mit Heimvorteil im Playoff-Endspurt

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Jason Ulmer beim Torjubel

München - Der EHC München hat im Kampf um die Playoff-Plätze einen Vorteil. Jason Ulmer und Martin Schymainski wissen diesen zu schätzen und stellen an sich hohe Forderungen.

Der EHC München hat gekämpft, geschossen, am Sieg geknabbert – doch Zählbares (sprich: Punkte) sprang beim 2:4 gegen Wolfsburg erneut nicht raus. „Diesmal hätten wir wirklich Punkte verdient gehabt“, sagt Jason Ulmer zur engen Partie am Sonntagabend. Und Martin Schymainski drückt die Gefühlslage auf gut Duisburgerisch so aus: „So eine Niederlage ist Scheiße.“

Auch Schymainski kämpft, schießt, knabbert an Toren – doch Zählbares (sprich: Scorerpunkte) kommt auch bei ihm weniger raus als im Vorjahr. Der Stürmer hat aber triftige Gründe: Zum einen kommt er nicht mehr so häufig im Powerplay zum Einsatz, in dem er im Vorjahr sieben Tore schoss. Zum anderen legt er – wie der gesamte EHC – in dieser Saison deutlich mehr Gewicht auf die Defensive. Schymainski: „Mein Manko in den letzten Jahren war, dass ich in der Verteidigung nicht stabil genug stand.“ Die Plus-Minus-Statistik weist für ihn in dieser Spielzeit einen positiven Wert aus (+3). Es fallen also mehr eigene Tore als Gegentore, wenn Schymainski auf dem Eis steht. Mit seinem neuen Tandem-Partner Mike Kompon, dem Rückkehrer, versteht er sich blendend. Beide sind äußerst positive Menschen, die gerne reden und scherzen. Man kenne sich vom Vorjahr aus dem Effeff, sagt Schymainski. Der EHC hat dadurch nun drei Reihen, die regelmäßig treffen.

Bei den Bossen erkennt man die Leistung Schymainskis durchaus an. Dem Vernehmen nach gab es bereits Vertragsgespräche über die kommende Saison. Der 25-jährige Stürmer sagt auf Nachfrage dazu nur: „Ich fühle mich in München wohl. Ich denke, dass in den nächsten Wochen eine Entscheidung fallen wird.“ Wie auch für seine Mannschaft auf dem Eis.

Nach dem Siegesrausch im Dezember ist nun nach drei Niederlagen in Folge die Ernüchterung eingekehrt. „Die Vorwoche war für uns sehr emotional“, sagt Trainer Pat Cortina. „Unser Tank war diese Woche daher nicht so voll, wie er hätte sein sollen.“ Zwei Punkte Vorsprung hat der EHC noch auf Platz elf, der die sofortige Sommerpause nach der Punktrunde bedeuten würde.

Der EHC hat jedoch einen Vorteil: Zehn der verbleibenden 17 Partien trägt er in der Olympia-Eishalle aus. „Heimspiele sind Pflichtsiege“, sagt Schymainski. Ulmer kündigt an: „Ab jetzt gibt es nur noch Playoff-Spiele für uns.“

wim

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