Mühe mit den Mammuts

- Geretsried - Einen unterhaltsamen Eishockeyabend stellt man sich eigentlich anders vor, als das, was am gestrigen Sonntag in der Bayernliga-Partie zwischen Geretsried und Schongau geboten wurde. Dass die heimischen River Rats am Ende der zerfahrenen Partie mit 4:1 (1:1, 1:0, 2:0) die Oberhand behielten, war da nur wenig tröstlich. "Unsere Leistung war etwas besser als in Fürstenfeldbruck, aber im Endeffekt bin ich nur froh über die zwei Punkte", sagte TuS-Coach Rudi Sternkopf.

Dabei war es keineswegs so, dass sich die Hausherren nicht bemühten. Immerhin standen am Ende stolze 35 Torschüsse auf ihrem Konto, während TuS-Keeper Sven Klockner nur 18 Paraden zeigen musste. Allerdings hatte der gute Gästetorwart Florian Dick mit den meist aus der Halbdistanz abgefeuerten Pucks wenig Mühe. Besonders im Powerplay - und dabei mehrere Minuten lang mit fünf gegen drei Mann - lief wenig zusammen.<BR><BR>Zum Glück gelang Arthur Scheid nach acht Minuten die Führung, denn kurz darauf musste Klockner bei Markus Schneiders Alleingang alles riskieren. Dazu passte auch, dass die Mammuts - mittlerweile ohne Stefan Marschall (Spieldauerdiszi wegen hohen Stocks mit Verletzungsfolge) - ausgerechnet in Unterzahl die Geretsrieder Abwehr zum 1:1 austrickste.<BR><BR>Das selbe Bild bot sich im zweiten Spielabschnitt: Die River Rats drängten, verbuchten einige Chancen, aber auch Schongau hatte die eine oder andere Möglichkeit. Mit einem kuriosen Treffer gelang den Hausherren schließlich doch die Führung: Zwei Sekunden vor der nächsten Pause schoss Sergej Tchoudinov aus dem eigenen Drittel auf das EAS-Gehäuse und Peter Holdschik verwandelte den Abpraller zum 2:1. Damit waren die Gäste bedient, vor allem nachdem Scheid kurz nach Wiederbeginn ein gewonnenes Bully von Holdschik zum 3:1 nutzte.<BR><BR>Und schließlich klappte es auch einmal in Überzahl, nämlich beim 4:1 durch Juris Opulskis (53.). Bis zur Schlusssirene plätscherte die Partie so dahin, wobei beide Mannschaft noch Möglichkeiten hatten, das Ergebnis aus ihrer Sicht günstiger zu gestalten. Auch Schongaus Coach Ignaz Berndaner hakte die Begegnung schnell ab: "Wir haben das Spiel lange offen halten können. Aber die vielen Strafzeiten haben uns viel Kraft gekostet."

Quelle: Merkur.de

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