Nachtschwärmer-Debatte

EHC bei Wild Wings: Rächt sich O’Connor an Pagé?

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Pierre Pagé nahm seine Jungs im Training hart ran.

München - Der EHC muss am Freitag in Schwenningen ran und trifft dabei auf Sean O’Connor. Schießt er sich gegen die Ex-Kollegen den frust von der Seele?

Der EHC München hat eigentlich genug mit sich selbst zu kämpfen: Team gegen Trainer, Fans gegen Trainer. Die angekündigte Brandrede Pierre Pagés an seine Truppe gab es am Donnerstag doch nicht. Dafür war das Training „ziemlich hart und die Stimmung nach den beiden Niederlagen nicht so gut“, sagt Stürmer Yannic Seidenberg.

Am Freitag muss der EHC in Schwenningen ran, die beiden bisherigen Vergleiche zeigten Himmel und Hölle des EHC. In Spiel eins legten die Wild Wings die Münchner Schwachstellen offen – im Konterfestival gewannen sie 6:5 n.P. Im zweiten Spiel fegten die Münchner Schwenningen mit 8:1 vom Eis.

Seidenberg: "Ich sehe kein Problem"

Seit Weihnachten läuft es nicht mehr rund. „Die Ausfälle von Matt Smaby und Grant Lewis tun uns weh“, sagt Seidenberg. „Zwei Stürmer mussten deswegen Verteidiger spielen – für die Jungs ist das auch nicht so einfach.“ Abhilfe soll nun Fabio Carciola schaffen, der seit 2010 bei den Heilbronner Falken stürmt. Zuvor aber muss der EHC aber laut Seidenberg noch etwas anderes tun: die „Kleinigkeiten im Spiel“ in den entscheidenden Situationen wieder richtig machen – anders als beim Derby gegen Straubing (3:4).

Der Vorwurf von Pagé, einige Spieler würden den „Verlockungen“ Münchens erliegen, dementiert Seidenberg hingegen entschieden: „Ich weiß, dass sich keine Jungs in Bars oder Nachtklubs herumtreiben.“ Selbst wenn ein Junggeselle unter der Woche mal kurz in eine Bar schaue, sagt Familienvater und Musterprofi Seidenberg, „sehe ich kein ­Problem. Wir sind alle gut auf das Spiel vorbereitet.“

Apropos: Als einen der größten Nachtschwärmer hatte Pagé bekanntlich Sean O’Connor ausgemacht und ihn rausgeworfen. Jetzt spielt O’Connor in Schwenningen. Seine Bilanz: vier Tore und zwei Assists in acht Spielen! Und gegen Ex-Trainer trifft O’Connor besonders gern.

wim

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