Pleite im Derby gegen Augsburg

Cortina tobt: "Kein Kampfgeist"

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EHC-Coach Pat Cortina übte harte Kritik an seiner Mannschaft.

München - O‘knackst is, die Offensive. Wer beim EHC RB München unter der Woche beim Training zusah, ahnte schon: Viele Tore gelingen am Freitagabend gegen Augsburg eher nicht.

Pass- und Laufwege der Offensive passten oft nicht zueinander. In der Tat verlor der EHC derartig mit 0:2.

Zu der Offensivschwäche kam das denkbar Schlimmste hinzu: Wie schon im ersten Saisonspiel hatten noch nicht alle der 4309 Zuseher ihren Platz eingenommen, da lag der EHC schon hinten. Puckverlust im Aufbau, Sergio Somma lief unbedrängt aufs EHC-Tor zu. Donnerte ins Kreuzeck – 0:1 nach 20 Sekunden. „Das hat uns beflügelt“, sagte Gästetrainer Larry Mitchell. Die nächsten Minuten spielten beide Seiten mit offenem Visier. Angeführt vom fleißigen Brent Aubin kam der EHC trotz einiger Fehlpässe zu einigen guten Schüssen – aber nicht zum Ausgleich.

Im zweiten Drittel passierte hier wie dort herzlich wenig. Augsburg spielte auf Konter. München kontrollierte die Scheibe und bemühte sich sichtlich. „München hat uns festgenagelt“, sagte Mitchell. Aber der EHC fand den Weg über zum Tor praktisch gar nicht mehr. Die Panther hatten leichtes Spiel. In Überzahl erhöhte Rob Brown nach 33 Minuten auf 0:2.

Das eigene Powerplay war ähnlich wie im Vorjahr – gefährlich wie ein Herbstkätzchen. Im letzten Abschnitt war außer ein paar Schüssen von Klaus Kathan und einigen Nicklichkeiten nicht mehr viel geboten. Doch Panther-Torwart Patrick Ehelechner machte – mittlerweile schon traditionell – ein fehlerfreies Spiel in der Münchner Eishalle. Augsburgs Anhang feierten – ihren „Patrick“ und ihre drei wohl verdienten Punkte.

Ein Punkt aus den ersten beiden Heimspielen, gegen vermeintlich direkte Konkurrenten – mieser Start des EHC in die neue Spielzeit. Statt Wiesn-Auftakt steht für die Münchner am Samstag die Busfahrt nach Hamburg. Dort soll am Sonntag der erste Sieg folgen.

Pat Cortina, EHC- und deutscher Bundestrainer, ist dann übrigens Guy bei ServusTV (live ab 17.25 Uhr). Gut, viel tun muss er für die kleinen Nebenrollen nicht. Er trägt ein Funkmikro. Mal sehen, ob sich der Dolomitenvulkan bei seinen Kommentaren zurückhält… Zumindest gestern Abend hatte er genug Anlass zum Granteln. Der Dolomitenvulkan kam zum Ausbruch, wie Cortina selbst zugab. Schon zur zweiten Pause wurde er in der Kabine deutlich. Die Einstellung seiner Mannschaft passte ihm nicht: „Das Team hat keinen Kampfgeist gezeigt!“ Das muss Sonntag besser werden…

wim

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