EHC München watscht Augsburg - Die Analyse

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Eine Massenschlägerei gab es auch beim Spiel zwischen dem EHC München und den Augsburger Panthern.

München - Das war doch schon mal ein Vorgeschmack! Darauf, was der EHC München in seiner ersten DEL-Saison zeigen will: Tore satt, saftige Checks und eine blutige Massenschlägerei.

am Freitagabend traf der DEL-Neuling auf den Erzrivalen Augsburg. Das Testspiel, sicher keine ernsthafte Standortbestimmung. Doch das überraschende 5:2 gegen den Vorjahresfinalisten Augsburg lässt das, was Manager Christian Winkler als Saisonziel des Klubs ausgegeben hat: Aufhorchen! Die tz hat das Spiel analysiert und sagt, was gepasst hat und woran der EHC arbeiten sollte. Im grünen Bereich: Die Leidenschaft. Nur mit bedingungslosem Einsatz überstand der EHC drei, viermal Drangphasen der Gäste.

Passenderweise hatte Trainer Pat Cortina den aggressive leader Dylan Gyori zum Kapitän ernannt: Der setzte mit krachenden Checks immer wieder Signale an seine Mannschaft. Und die Massenschlägerei in der 26. Minute ging an Martin Buchwieser & Co. So verschafft man sich Respekt – beim Gegner und bei den neuen Kollegen. Weiteres Plus des EHC: Die Chancenauswertung. Viel Gefahr ging nicht vom Münchner Sturm aus. Aus neun Chancen machte der EHC fünf Tore – und das teils gegen Nationalkeeper Dennis Endras. Im orangen Bereich: Die Abstimmung.

München trat mit seinen acht Zugängen und dem Testspieler Eric Schneider an. Bei Augsburg ist ein Großteil der Mannschaft neu. Entsprechend sah das Passspiel aus – vor allem beim Spiel ins gegnerische Drittel hatten der EHC und der AEV Probleme. Bei beiden Teams galt: Die Reihen mit Spielern aus dem Vorjahr gaben den Ton an. Münchens Tore schossen daher auch Martin Schymainski (zwei Tore) und Dylan Gyori, die Vorlagen kamen jeweils von Spielern aus der Aufstiegsmannschaft.

Das 4:0 ging aufs Konto des Zugangs Jordan Webb. Dann war beim 5:1 mit Daniel Hilpert wieder ein Vorjahresspieler zur Stelle. Im roten Bereich: Hallo? Der EHC hat 5:2 gegen Augsburg gewonnen. Erbsenzähler würden das erste Drittel nennen, da war Augsburg schneller und besser vor dem Tor. Doch EHC-Torwart Sebastian Elwing hielt, was auf sein Tor kam. Und nachdem Martin Schymainski in der 18. Minute zur Führung getroffen hatte, ab da hatte der EHC die Augsburg im Griff. Das Tor wirkte wie lähmendes Gift für die Augsburger, die vom Trainingslager sichtlich platt waren. Und wie Aufputschmittel für die starken Münchner, die erst im letzten Drittel ein wenig die Konzentration verloren. Machte nix mehr, der EHC gewann gegen den Erzrivalen. Und die Fans feierten…

wim

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