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Das Duell der Super-Oldies

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Von: Lena Meyer

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ICE HOCKEY - DEL, RB Muenchen, season opening
Deron Quint © Gepa

Nürnberg - Am Freitag kommt es nicht nur zum Spitzenspiel des Ersten gegen den Zweiten, sondern auch zu einem ganz besonderen Duell.

Gemeinsam haben sie 1126 NHL- und 475 DEL-Spiele auf dem Konto. Deron Quint, mit 40 Jahre ältester Spieler des EHC Red Bull München und der gleichaltrige Steven Reinprecht, ältester Spieler der Nürnberg Ice Tigers, verfügen über so viel Eis-Erfahrung wie keiner ihrer Kollegen. Freitag um 19.30 Uhr – wenn die Red Bulls und die Ice Tigers zum vierten Mal in dieser Saison aufeinandertreffen – könnte es also nicht nur zum Spitzenspiel des Tabellenersten gegen den –zweiten, sondern auch zum Duell der Super-Oldies kommen. Es wäre außerdem ein Blitz-Comeback. Denn Donnerstag Nachmittag musste Quint, der plötzlich über Unwohlsein und Schwindel klagte, ins Klinikum Bogenhausen. Nach einem CT und weiteren Untersuchungen gab es Entwarnung. Wenn alles gut läuft, wird er in Nürnberg spielen. Die tz sprach zuvor mit Quint zuvor über sein Alter, ein mögliches Karriereende und die Chancen auf den ersten Sieg der Saison gegen Nürnberg.

Herr Quint, wissen Sie, wie alt Steven Reinprecht ist?

Quint (lacht):

Ja klar, wir sind sozusagen ein Baujahr! Steven wird – genauso wie ich – 41 in diesem Jahr. Wir sind wirklich schon alte Männer...

... die den Jüngeren ständig beweisen, dass sie immer noch Top-Leistung erbringen können.

Quint

: Wenn ich das nicht mehr könnte, würde ich sofort aufhören. Es ist mein persönlicher Anspruch, 100 Prozent Leistung abrufen zu können. Das ist bei Steven sicherlich genauso! Ich für mich kann sagen: Ich fühle mich gut, ich bin fit und kann das Tempo auf dem Eis absolut halten. So lange das so ist, mache ich weiter.

Das heißt, ein Karriereende spielt in Ihren Gedanken noch keine Rolle?

Quint:

Zumindest nicht, was die kommende Saison angeht. Ich kann mir sehr gut vorstellen, noch mindestens eine Spielzeit Profi zu bleiben. Ich will in jedem Fall noch Titel holen.

Was sind die Vorteile, die ältere Spieler Ihrer Meinung nach mit ins Team bringen?

Quint:

Ab einem gewissen Alter siehst du die Dinge einfach anders, als du sie zu Beginn deiner Karriere gesehen hast. Ich habe auf meinem Weg sehr viel gelernt, habe Höhen und Tiefen erlebt und mich immer weiterentwickelt. Dadurch wird man ruhiger, kann mit Drucksituationen besser umgehen und vielleicht in der ein oder anderen Situation klüger entscheiden. Das zeigt sich natürlich auch im Spiel. Ich sehe gern ältere, erfahrenere Spieler wie Steven auf dem Eis.

Wie häufig bitten Sie Ihre jüngeren Kollegen um Rat?

Quint:

Das kommt schon vor. Gerade zuletzt, als wir im Januar eine eher schwierigere Phase hatten. Aber wir reden sowieso sehr viel innerhalb des Teams. Das ist gut.

Haben Sie auch schon besprochen, wie es denn nun endlich mit dem ersten Erfolg in dieser Saison gegen Nürnberg klappt?

Quint:

Wir reden seit Sonntag über nichts anderes (lacht). Nein, im Ernst, wir sind gut vorbereitet und durchaus in der Lage, gegen Nürnberg zu gewinnen. Es gibt während einer Saison immer ein oder zwei Teams, gegen die man sich besonders schwer tut. Aber wir werden alles geben, um mit einem Sieg gegen Nürnberg im Gepäck in die Playoffs starten zu können.

Interview: Lena Meyer

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