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Das war's! EHC scheitert an Iserlohn

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Jeffrey Giuliano (l.) bringt EHC-Akteur Thomas Holzmann zu Fall. © sampics / Stefan Matzke

München - Der EHC München ist in den Pre-Play-Offs der DEL überraschend an Iserlohn gescheitert. Die Oberbayern verloren das entscheidende Spiel vor heimischer Kulisse.

Schluss, Ende, Aus, der EHC München hat Sommerpause! Die Eishockey-Cracks unterlagen gestern Abend trotz früher Führung den Iserlohn Roosters mit 1:4. Es war das entscheidende dritte Spiel der Pre-Playoffs, anstatt weiter vom Titel zu träumen, müssen die ambitionierten Münchner bereits jetzt die Saison abhaken.

Der EHC ging schnell in Front, nach genau 97 Sekunden. Nick Palmieri, der besonders oft gegen Iserlohn trifft, staubte einen Abpraller ab! München war insgesamt die bessere Mannschaft, aber auch Iserlohn hatte riesige Chancen und traf durch Michi Wolf zweimal den Pfosten.

Für Chris Connolly und Andy Wozniewski war die Partie nach 17 Minuten zu Ende: Wozniewski erhielt eine Spielerdauerstrafe, weil er – zusammen mit EHC-Kollegen Yannic Seidenberg – Connolly grob in die Bande gecheckt hatte. Connolly wurde stark angeschlagen in einem Wagerl vom Eis und später in die Klinik gebracht.

In der Schlussphase des ersten Abschnitts überstand der EHC 54 Sekunden in doppelter Unterzahl. Aich im zweiten Drittel spielten fast nur die Münchner! Sie hatten mehrmals Überzahl, aber sie nutzten ihre besten Chancen nicht. Mathias Lange, der österreichische Nationaltorwart im Iserlohner Tor – er mauserte sich zum Teufelskerl!

Und wie es eben oft kommt, wenn man vorne die Chancen nicht verwertet, bekommt man die Quittung hinten. Brooks Macek kam von der Strafbank, erhielt den langen Pass, vernaschte EHC-Goalie Mika Noronen und traf zum 1:1 in die Maschen. Bitter für die kämpfenden Münchner! Ideal dagegen für die konterstarken Roosters, die ihre Stärke auch im Schlussdrittel erneut glänzend ausspielten.

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Jeff Giuliano ersprintete einen langen Pass und legte eiskalt durch Noronens Schoner zum 1:2 ein.

17 Minuten blieben dem EHC noch, die Blamage abzuwenden. Doch erneut schlugen die Roosters zu – Brodie Dupont war der Schütze (47.). Iserlohn hatte nun alle Trümpfe in der Hand, selbst EHC-Topstürmer Alex Barta scheiterte allein vor Lange (49.). Save für Save brachte dieser Teufelskerl den EHC näher Richtung Hölle… Und Macek knippste mit schönem Sololauf zum 1:4 vier Minuten vor Ende die Münchner Lichter endgültig aus.

Iserlohns Fans sangen hämisch: „Auf Wiedersehen, auf Wiedersehen!“ Und tatsächlich – vom EHC kam nichts mehr. Aus nach den Pre-Playoffs. Iserlohn dagegen feierte. Auch mit Connolly, der kurz vor Schluss aus der Klinik zurückgekehrt war und trotz seiner Platzwunde gut lachen hatte.

Bei den EHClern, die immerhin fair gratulierten, hingen letztlich die Köpfe. Die vielen Millionen, die in diesem Jahr investiert wurden, haben sich nicht ausgezahlt. Die Pre-Playoffs waren am Ende viel zu wenig für die teuerste Truppe der Liga!

EHC München - Iserlohn Roosters 1:4 (1:0, 0:1, 0:3)

Schiedsrichter: Jablukov/Piechaczek (Berlin/Finning)

Zuschauer: 5133

Tore: 1:0 Palmieri (1:37), 1:1 Macek (31:35), 1:2 Giuliano (42:45), 1:3 Dupont (46:56), 1:4 Macek (55:19)

Strafminuten: 13 + Spieldauer Wozniewski / 14

wim/dpa

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