EHC ringt die Kölner Haie nieder

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EHC-Coach Pat Cortina an der Bande.

München - Der EHC München hat am Freitagabend in der Olympiaeishalle die Kölner Haie niedergerungen. Für die Gastmannschaft setzte es damit die fünfte Niederlage in Folge.

Wer kennt es nicht, das Lied, in dem ein toter Fisch im Wasser besungen wird? Genauso erging es der DEL-Mannschaft der Kölner Haie am Freitagabend vor Spielbeginn in der Olympiaeishalle, als man als Tabellenletzter beim Neuling EHC München antreten musste. Am Ende der Partie vor 3.025 Zuschauern waren es tatsächlich die Kölner Haie, die nach dem Münchener 5:4-Heimsieg zwar nicht tot auf dem Eis lagen, aber dennoch weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz dahin dümpeln.

Und dabei sah es anfangs gar nicht danach aus, als ob nach der Schlusssirene ein Defiliermarsch gespielt werden würde Die Rheinländer legten eine Angriffswelle nach der anderen hin, es war klar erkennbar, dass man sich des letzten Tabelleplatzes bewusst war. Selbst nach dem Führungstor zum 0:1 durch Johan Akerman nach 33 Sekunden (Überzahltreffer) ließ sich der EHC weit ins eigene Drittel drücken. Erst eine Münchner Überzahl veränderte die Kräfteverhältnisse: Mike Kompon glich per Bauerntrick in Überzahl zum 1:1 aus (7.), ab dann war München hellwach.

Die beste Gelegenheit für die Gastgeber hatte im ersten Drittel der wieder genesene David Wrigley, für die Gäste wurde Jason Jaspers gefährlich. Der mittlere Spielabschnitt begann wie der erste: Köln kam durch Münchner Unachtsamkeit und einen schwachen Moment von Torhüter Sebastian Elwing zur abermaligen Führung (22.), München glich in der 28. Minute durch Neuzugang René Kramer zum 2:2 aus. Besonders stark bis zu diesem Moment: Haie-Schlussmann Adam Dennis – nicht nur aufgrund seiner Paraden sondern er leitete wachen Auges auch einen Alleingang, bedingt durch einen Münchner Wechselfehler, ein, den sein Gegenüber Sebastian Elwing allerdings parierte.

Wie bereits am vergangenen Wochenende gegen die Nürnberg Icetigers, als man 2:4 verlor, hatte die Mannschaft von Trainer Pat Cortina mehr Spielanteile und die größeren Chancen, was der Übungsleiter seinem Team in der zweiten Drittelpause wohl auch nochmals ins Gedächtnis zurück zu rufen versuchte. Um es vorwegzunehmen, es half: Innerhalb von nur 197 Sekunden hieß es nämlich 5:3 für München.

Zuerst trafen Ryan Ready und Mike Kompon zum 4:2 ehe Köln nach einer Auszeit durch Philip Gogulla auf 4:3 verkürzte. Brandon Dietrich stelle den Zweitoreabstand mit seinem Treffer zum 5:3 wieder her. Als im Anschluss David Wrigley in die Kühlbox musste verkürzte Ivan Ciernik auf 5:4 (47.). Köln versuchte nun mit aller Macht den Ausgleich zu erzielen, doch anders als am vergangenen Freitag erlaubten sich die München nun keine individuellen Fehler mehr. Viel Zeit den Fischfang zu feiern bleibt den Münchnern aber nicht, bereits am Sonntag muss das Team bei Meister Hannover antreten.

Patrik Malberg

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