Rückkehr der WM-Heroen - Krupps Casting

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Uwe Krupp wird genau hinsehen

München - Nach der WM ist vor der WM: Die deutschen Eishockey-Cracks kehren aufs Eis zurück. Beim Deutschland-Cup in München hofft Bundestrainer Krupp auf neue Euphorie. Gleichzeitig hält er ein erstes Casting für die kommende WM ab.

Comeback der WM-Heroen, Chance für die Youngster: Sechs Monate nach der furiosen Weltmeisterschaft kehrt die Eishockey- Nationalmannschaft beim Deutschland-Cup auf die internationale Bühne zurück. In München will Bundestrainer Uwe Krupp am Wochenende die WM- Euphorie vom Frühjahr wiederaufleben lassen und zugleich die Weichen für die Zukunft stellen. Verzichten muss Krupp auf eine ganze Reihe von Stammspielern, nach verletzungsbedingten Absagen blieb ihm am Ende eine 25-köpfige Rumpftruppe inklusive acht Neulingen. Aus der Not machte der Coach kurzerhand eine Tugend und erklärte das Turnier zur ersten Casting-Runde für die WM 2011 in der Slowakei.

Wintersport ist sexy! Die schönsten Athletinnen der Welt

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Nicht nur die deutschen Athletinnen (Foto: Amelie Kober) sind schön anzusehen. Auch die Wintersportlerinnen anderer Nationen haben einiges zu bieten. Während wir den deutschen Damen eine seperate Fotostrecke gewidmet haben, können Sie sich hier durch die schönsten Athletinnen der anderen Nationen klicken. So sexy ist der Wintersport! © Getty
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Elise Christie (Großbritannien, Shorttrack) © Getty for Adidas
Elise Christie (Großbritannien, Shorttrack) © Getty for Adidas
Elise Christie (Großbritannien, Shorttrack) © dpa
Tanith Belbin (Kanada, Eiskunstlauf) © Getty
Tanith Belbin (Kanada, Eiskunstlauf) © dpa
Gretchen Bleiler (USA, Snowboard) © AP
Gretchen Bleiler (USA, Snowboard) © Getty
Sasha Cohen (USA, Eiskunstlauf) © Getty
Alissa Czisny (USA, Eiskunstlauf) © Getty
Isabelle Delobel (USA, Eiskunstlauf) © Getty
Brydie Donald (Neuseeland, Curling) © Getty
Yu-na Kim (Südkorea, Eiskunstlauf) © Getty
Julia Mancuso (USA, Ski Alpin) © Getty
Julia Mancuso (USA, Ski Alpin) © Getty
Julia Mancuso (USA, Ski Alpin) © Getty
Julia Mancuso (USA, Ski Alpin) © Getty
Julia Mancuso (USA, Ski Alpin) © Getty
Julia Mancuso (USA, Ski Alpin) © dpa
Julia Mancuso (USA, Ski Alpin) © Getty
Julia Mancuso (l., USA, Ski Alpin) © Getty
Noelle Pikus-Pace (USA, Skeleton) © AP
Liudmila Privivkova (Russland, Curling) © Getty
Melanie Robillard (Kanada, Curling) © dpa
Shelley Rudman (USA, Skeleton) © Getty
Shelley Rudman (USA, Skeleton) © Getty
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Katie Uhlaender (USA, Skeleton) © Getty
Katie Uhlaender (USA, Skeleton) © AP
Lindsey Vonn (USA, Ski Alpin) © dpa
Lindsey Vonn (USA, Ski Alpin) © Getty
Lindsey Vonn (USA, Ski Alpin) © dpa
Lindsey Vonn (USA, Ski Alpin) © dpa
Lindsey Vonn (USA, Ski Alpin) © dpa
Lindsey Vonn (USA, Ski Alpin) © dpa
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Lindsey Vonn (USA, Ski Alpin) © Getty
Ashley Wagner (USA, Eiskunstlauf) © Getty
Ashley Wagner (USA, Eiskunstlauf) © Getty
Nicola Minichiello (Großbritannien, Bob) © Getty for Adidas
Sarah Lindsay (Großbritannien, Shorttrack) © Getty for Adidas
Sarah Murphy (Biathlon, Neuseeland) © Getty
Sarah Murphy (Biathlon, Neuseeland) © Getty
Sarah Murphy (Biathlon, Neuseeland) © Getty
Melissa Hoar (Skeleton, Australien) © Getty
Mellisa Hollingsworth (Kanada, Skeleton) © AP
Sayuri Yoshii (Eisschnelllauf, Japan) © Getty
Sarah Lindsay und Elise Christie (Großbritannien, Shorttrack) © Getty
Sarah Lindsay und Elise Christie (Großbritannien, Shorttrack) © Getty
Julie Chu (USA, Eishockey) © AP
Jessica Dubé (Kanada, Eiskunstlauf) © AP
Jessica Dubé (Kanada, Eiskunstlauf) © Getty
Jessica Dubé (Kanada, Eiskunstlauf) © Getty
Jessica Dubé (Kanada, Eiskunstlauf) © AP
Jessica Dubé (Kanada, Eiskunstlauf) © Getty
Jessica Dubé (Kanada, Eiskunstlauf) © Getty
Hilary Knight (USA, Eishockey) © AP
Hilary Knight (USA, Eishockey) © AP
Tessa Virtue (USA, Eiskunstlauf) © Getty
Tessa Virtue (USA, Eiskunstlauf) © Getty
Tessa Virtue (USA, Eiskunstlauf) © Getty
Tessa Virtue (USA, Eiskunstlauf) © Getty
Tessa Virtue (USA, Eiskunstlauf) © Getty
Tessa Virtue (USA, Eiskunstlauf) © Getty
Tessa Virtue (USA, Eiskunstlauf) © Getty
Tessa Virtue (USA, Eiskunstlauf) © Getty
Tessa Virtue (USA, Eiskunstlauf) © Getty

Von der Qualität seiner Mannschaft, in der nur acht Akteure vom überraschenden vierten Platz bei der Heim-WM übrigblieben, ist Krupp überzeugt: “Wir laden niemanden ein, der sich nicht als guter Spieler etabliert hat, und der, wenn er das Trikot überstreift, nicht Vollgas gibt.“ Vor dem ersten Turnierspiel am Freitag gegen Kanada (20.00 Uhr/Sport1) “sind alle heiß und motiviert“, versicherte Krupp, der Experimente in den unterschiedlichsten Formationen ankündigte.

Die Erwartungen an das deutsche Team sind groß, im Vorjahr gewann die Krupp-Truppe das Turnier und legte damit den Grundstein zum WM- Erfolg. Die magischen Tage vom Mai sind in Eishockey-Deutschland noch längst nicht vergessen. “Es vergeht fast kein Tag, an dem ich nicht auf die WM angesprochen werde“, sagte Krupp. “Viel Bewegung“ sei in die Sportart gekommen, die Resonanz im Land gestiegen, meinte der frühere NHL-Star. “Jetzt geht es darum, das zu halten“.

Die Aufgabe ist schwerer, als noch vor Monaten vermutet. Durch das Sommer-Chaos in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) ist viel von der Begeisterung verloren gegangen, die deutschen Erstliga-Hallen bleiben häufig leer. “Wir müssen Eishockey wieder den Stellenwert verschaffen, den es verdient“, forderte Verbandspräsident Uwe Harnos.

Der erste Schritt soll von Freitag bis Sonntag getan werden. Allerdings fehlen viele Leistungsträger, “die Liste von Absagen ist unglaublich lang“, räumte Krupp ein. Mehr als zehn Profis haben abgesagt - darunter auch der Berliner Florian Busch, der für ein Comeback im DEB-Trikot nach den Wirren um eine verpasste Dopingprobe im März 2008 offenbar noch nicht bereit war. Als vorläufig letzter Spieler muss Andy Reiss von den Hannover Scorpions wegen Rückenproblemen passen. Krupp verzichtete am Mittwochabend auf eine Nachnominierung.

Die Rivalen werden es den Deutschen schwer machen. Kanada tritt mit einer erfahrenen “DEL-Auswahl“ an, alle 22 Spieler verdienen ihr Geld in Deutschland. Trainiert wird der viermalige Cupsieger von Eishockey-Legende Mark Messier. Die Slowakei, auf die das DEB-Team am Samstag (15.45 Uhr) trifft, will vor der Heim-WM ihre Klasse unter Beweis stellen und Duelle gegen die Schweiz bergen immer Brisanz. “Wir wissen, dass wir uns warm anziehen müssen“, sagte Krupp im Hinblick auf das Match gegen den Erzrivalen am Sonntag (20.15 Uhr).

Die Gerüchte um seine Zukunft als möglicher Trainer bei den Kölner Haien will Krupp ausblenden. Kölner Medien vermeldeten das Engagement des 45-Jährigen in der Domstadt bereits als unmittelbar bevorstehend, Krupp selbst räumte zumindest Gespräche ein. Eine Entscheidung noch am Wochenende schlossen Krupp und der DEB aus.

Manuel Schwarz, dpa

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