EHC schlägt Tabellenzweiten Ingolstadt

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Der EHC München wahrt in der Deutschen Eishockey-Liga seine Chancen auf die Play-offs. Die Münchner gewannen am Freitag ihr Heimspiel gegen den Tabellenzweiten ERC Ingolstadt.

München - Der EHC München wahrt in der Deutschen Eishockey-Liga seine Chancen auf die Play-offs. Die Münchner gewannen am Freitag ihr Heimspiel gegen den Tabellenzweiten ERC Ingolstadt.

Stephane Julien braucht einen freien Nagel an der Wand. Der Vereine schenkte ihm gestern Abend ein großformatiges gerahmtes Bild: Das Derby gegen Ingolstadt war sein 500. DEL-Spiel. Und passend zum Anlass schenkte ihm seine Mannschaft einen 3:2-Sieg nach Penaltyschießen! Der EHC bleibt damit auf Playoffkurs. Manager Christian Winkler hält Julien „für einen der Top Ten-Verteidiger der Liga, um den uns viele beneiden“ und verweist auf routiniertes Stellungsspiel und die Statistik. Gegen Ingolstadt kam zu seinen bereits 25 Scorerpunkten gleich in der dritten Minute ein weiterer Assist hinzu: Julien legte auf Brandon Dietrich, der zu Eric Schneider – und der Torjäger vollendete zum 1:0! „Die ersten 30 Minuten war der EHC besser“, sagte Ingolstadt Trainer Rich Chernomaz. Vorne sprangen Chancen raus, zum Beispiel beim Forechecking durch Uli Maurer.

Hinten räumten Julien& Co. auf. „Wir haben immer hohes Tempo gespielt“, freute sich EHC-Coach Pat Cortina. Doch in der 17. Minute stach der Ingolstädter Sturm eiskalt zu: Tim Hambly steckte zurück an die blaue Linie. Thomas Greilingers Rakete prallte von Mitspieler Luciano Aquino zum 1:1 ins Netz. Das zweite Drittel war eine ausgeglichene Schlacht mit offenem Visier. Doch die Torschützen blieben die gleichen: Nach einigen (Latten-) Krachern von Johan Ejdepalm und Klaus Kathan traf Schneider (24.).

Eine Minute vor Drittelende überraschte Greilinger im Überzahlspiel Jochen Reimer mit einem Kullerer. Einer der seltenen Patzer des Münchner Torwarts. In der Eishalle waren unter anderen die Fußball-Stars Stefan Aigner und Kevin Volland zu Gast, die zum Saisonende die Sechzger verlassen. Hoffentlich kein schlechtes Omen bezüglich Julien. Der 37-Jährige überlegt nämlich, seine Karriere zu beenden. Manager Winkler war kürzlich mit ihm Kaffetrinken und hofft, dass sein Kapitän noch ein Jahr dranhängt, denn: „Jules ist ein sehr schlauer Spieler“. Diese Ausgebufftheit half dem EHC gerade in der Verlängerung des Derbys, als er eine Belagerung der überzähligen Ingolstädter überstehen musste. Bei den Panthern spielte Stephan Retzer seine 700. DEL-Partie.

Doch feiern durfte der andere Jubilar: Julien! Im Penaltyschießen sorgte Dietrich für die Entscheidung im chancenreichen Derby. Die Entscheidung Juliens erwartet Winkler übrigens für Ende März. Der Routinier fliegt in der Länderspielpause im Februar heim nach Kanada. Er wird sich mit der Familie beraten, ob er sich künftig daheim um seine Liebsten und die Immobilienfirma kümmern soll. Oder ob er auch im kommenden Jahr seine Schlittschuhe für den EHC schnürren wird.

wim

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