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EHC siegt klar und baut Führung aus - Seidenberg krönt Jubiläum

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Von: Florian weiß

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Yannic Seidenberg (Mitte) erzielte in seinem 800. DEL-Spiel die Führung für den EHC gegen Düsseldorf.
Yannic Seidenberg (Mitte) erzielte in seinem 800. DEL-Spiel die Führung für den EHC gegen Düsseldorf. © GEPA Pictures

München - Der EHC Red Bull München profitiert vom Patzer von Verfolger Nürnberg und baut mit dem klaren Heimsieg über Düsseldorf die Tabellenführung weiter aus.

Tabellenführung auf sechs Zähler ausgebaut, zahlreiche junge Fans glücklich gemacht und ein treffsicherer Jubilar im blauen Trikot – es war ein rundherum gelungener Sonntag für den EHC Red Bull München. Der Spitzenreiter besiegte die Düsseldorfer EG souverän mit 5:2 (1:0, 1:1, 3:1) und profitierte dabei von der 0:4-Pleite von Verfolger Nürnberg in Augsburg. Am Freitag hatte der EHC noch 2:3 nach Penaltyschießen bei den Franken verloren.

Die 5250 Zuschauer im Olympia-Eisstadion, unter denen wegen des Kids Days auch zahlreiche junge und künftige Fans des Meisters waren, sahen vor allem im ersten Drittel einen dominant spielenden Gastgeber. Immer wieder aber scheiterten die EHC-Cracks am stärksten Spieler der Gäste: Torhüter Mathias Niederberger. Nur einmal in eigener Überzahl konnte Düsseldorf der Jackson-Truppe Paroli bieten. Nachdem Steve Pinizzotto, Dominik Kahun und Tobi Wörle vergaben, klingelte es in der 19. Minute dann doch im DEG-Gehäuse. Jubilar Yannic Seidenberg krönte seinen 800. Einsatz in der DEL mit einem sehenswerten Schlenzer zum hochverdienten 1:0 für die Red Bulls bei eigener Überzahl. Es war das 136. DEL-Tor seiner Karriere. „Er stand unter Druck, weil Jason Jaffray in seinem 1000. Spiel ja auch getroffen hatte“, scherzte Cheftrainer Don Jackson nach dem Spiel.

Auch im zweiten Drittel änderte sich zunächst nichts am Spielgeschehen. Jason Jaffray verwertete in der 25. Minute einen Pass von Jon Matsumoto zum 2:0. Einziges Manko: Der weiterhin souverän und sicher spielende EHC ließ zahlreiche Gelegenheiten durch Frank Mauer, Konni Abeltshauser und Deron Quint liegen, hätte den Spielstand deutlich anheben können, ja, müssen. Und wenn du deine Chancen nicht nutzt, scheppert es irgendwann einmal hinten. Brandon Yip verkürzte nach 35. Minuten etwas überraschend auf 2:1 und hauchte den Gästen neuen Mut ein.

Yip selbst aber kassierte am Drittelende eine Matchstrafe durch sogenanntes Slew-Footing (gefährlicher Tritt gegen den Schlittschuh)  – und erwies seinem Team damit einen Bärendienst. Denn die fünf Minuten Überzahl nutzte der EHC um die Zeichen endgültig auf Heimsieg zu stellen. Matsumoto setzte Niederberger den Puck durch die Hosenträger (43.) und Daryl Boyle erhöhte mit einem gezielten Schuss ins kurze Eck (44.). Zwar brachte Drayson Bowman die DEG noch einmal heran (48.), doch Keith Aucoin machte mit einem Treffer ins leere Tor (60.) endgültig alles klar.

Weiter geht es für dem Meister am kommenden Freitag mit dem nächsten Heimspiel, dann erwartet der EHC den Vize-Meister aus Wolfsburg.

Florian Weiß

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