So schuftet Adams für sein Comeback

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Sie arbeiten gemeinsam am Comeback: EHC-Spieler Adams und Physio Mayer

München - Erst lädierte er sich das Knie, dann folgte eine Schultereckgelenkssprengung. Jetzt schuftet Bryan Adams für sein Comeback. Bis er wieder auf dem Eis steht, wird es allerdings noch dauern.

„Das war einfach nicht mein Jahr“, sagt Bryan Adams. Der 34-jährige Kanadier hat in seiner Karriere schon alles erlebt: zwei Titel mit US-Mannschaften, NHL-Spiele, dann der Sprung nach Europa, wo er seit fast zwei Jahren für den EHC München spielt. Doch gerade macht er etwas völlig Neues durch - eine ernsthafte Verletzung! Erst lädierte er sich das Knie, dann folgte eine Schultereckgelenkssprengung. Die Vormittage verbringt Adams derzeit mit Jörg Mayer, dem Leiter der EHC-Physioteams. Mitspielen wie am Freitagabend auswärts in Berlin kann er für den EHC nicht. Adams sagt: „Im Moment kann ich nichts tun außer warten, dass es besser wird. Ich bin aber zuversichtlich: Jörg ist Experte.“

Während des Interviews sitzt Adams in den Katakomben der Eishalle auf der Massagebank. Mayer knetet Adams an linkem Oberarm und Nacken. Mittlerweile wurden die Fäden gezogen. Mayer, der unter anderen auch Ski-Ass Maria Höfl-Riesch betreut, erklärt: „Die Verletzung ist kompliziert. Die Heilung braucht seine Zeit. Wir versuchen, den Prozess mit der Therapie zu unterstützen und es hilft, dass sich Bryan vorbildlich verhält.“ Adams, der laut EHC-Manager Christian Winkler „den Körper eines 25-Jährigen hat“, spürt Fortschritte in der Reha. Doch dass sein Leben auf der Standspur verläuft, fällt ihm schwer. Aber ihm hilft, dass er weiter die Kollegen trifft und ihm Kumpel Felix Petermann, der nach einer Schulterverletzung ein starkes Comeback feierte, Tipps gibt. „Nichts überstürzen“, sagt Petermann, „das kann nach hinten los gehen.“

Für Ende März ist Adams’ Comeback anvisiert. Vor der Rückkehr steht dann noch Krafttraining an, momentan übt er leichte Bewegungen des linken Arms. „Ich kann praktisch nichts machen, das ist das Härteste. Meine einzige sportliche Aktivität zur Zeit ist, mit dem Hund Gassi zu gehen.“ Sein Glück abseits des Eises findet der bodenständige Kanadier bei seiner Familie. Zur Zeit begleitet er seinen Sohn Maxwell häufig zum Schlittschuhlaufen. „Er macht das schon ganz gut“, lobt der Papa.

Der Papa ist übrigens noch immer an der Michigan State University für Umweltwissenschaften eingeschrieben.  Dort will er „das Studium endlich erledigt haben“ - zum Teil online.

wim

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