Schweden sensationell im Finale

- Turin - Schweden hat für die bisher größte Sensation in der Geschichte des Frauen-Eishockeys gesorgt. Der Olympia- und WM-Dritte schaltete Weltmeister USA bei den Winterspielen in Turin am Freitag im Halbfinale aus und erreichte als erstes Team das Endspiel. Mit dem 3:2 (0:1, 2:1, 0:0) nach Verlängerung und Penaltyschießen verhinderten die Skandinavierinnen erstmals ein rein nordamerikanisches Endspiel bei einem großen Turnier.

Favorit auf den anderen Finalplatz am Montag ist Kanada, das anschließend auf Finnland traf und vor vier Jahren in Salt Lake City Gold holte. Beim ersten Olympia-Turnier 1998 hatten sich die USA durchgesetzt.

Im Penaltyschießen trafen Pernilla Winberg und Maria Rooth, während keine der vier Amerikanerinnen Torhüterin Kim Martin überwinden konnte. Kristin King (12.) und Kelly Stephens (22.) hatten zuvor jeweils in Überzahl für einen scheinbar sicheren 2:0-Vorsprung der USA gesorgt, die schon im abschließenden Vorrundenspiel gegen Finnland lange Zeit nicht überzeugt hatten. Maria Rooth (27./30.) nutzte zwei Abwehrfehler zum überraschenden Ausgleich. Das 2:2 fiel sogar bei Unterzahl der Schwedinnen, die danach mit Glück und Geschick verteidigten und am Ende sogar die besseren Chancen hatten.

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