Schymainski: "Ich habe nur ein einziges Ziel"

Martin Schymainski ist Stürmer beim EHC München
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Martin Schymainski ist Stürmer beim EHC München

München - Es wird laut und hitzig, wenn Straubing am Sonntag zum EHC München kommt. Mittendrin wie immer: das Nordlicht, Martin Schymainski (24), Stürmer beim EHC München. Das tz-Interview:

Und es ist bekannt, was geschieht, wenn warme und kalte Luft aufeinandertreffen: Es scheppert. Genau so wird es am Sonntag ab 19.05 Uhr in der Olympia-Eishalle sein, wenn Straubing zum EHC München kommt. Mittendrin wie immer: das Nordlicht, Martin Schymainski (24), Stürmer beim EHC München. Das tz-Interview:

Herr Schymainski, im ersten Saisonspiel haben Sie die ersten beiden Treffer erzielt. Wie zufrieden sind Sie mit der persönlichen Entwicklung?

Schymainski: Ich kann nicht sagen, dass ich zufrieden bin, denn Zufriedenheit ist Stillstand. Aber ich kann Ihnen was anderes erzählen: Ich bin ja schon länger beim EHC. Und nach der letzten Saison haben sich Trainer und Manager mit mir zusammengesetzt.

Um über Ihren Vertrag mit dem EHC zu sprechen?

Schymainski: Richtig. Sie haben erklärt, dass in der DEL alles anders ist, ich nicht gesetzt bin und hart arbeiten muss. Dann würde ich meine Chance bekommen. Natürlich habe ich erst in der vierten Reihe gespielt. Aber dann – und zwar bevor sich so viele verletzt haben – auch mit Brandon Dietrich und Mike Kompon. Und in der Power-Play-Formation. Das zeigt mir, dass ich zu einem Teil eine positive Entwicklung durchlaufen habe.

Jetzt gibt es viele Verletzte, darunter auch Brandon Dietrich und Daniel Hilpert, die wohl die ganze Saison ausfallen. Denken Sie an solch böse Verletzungen, wenn Sie aufs Eis gehen?

Schymainski: Nein, auf keinen Fall. Ich spiele meinen Stiefel runter und gehe dahin, wo es weh tut. Denn wenn man an so was denkt, dann passiert es auch.

Sie kamen auch beim Deutschland-Cup dran. Wie war es, das Nationaltrikot überzustreifen?

Schymainski: Das war toll, eine große Ehre. Es hat viel Spaß gemacht, dabei sein zu dürfen – und ich möchte die Erfahrung nicht missen.

Manager Christian Winkler hat Sie gelobt…

Schymainski: Das freut mich außerordentlich.

Warum? Ist er eher ­Respektsperson oder Kumpeltyp?

Schymainski: Der Christian ist ein Wahnsinnstyp. Er ist sehr menschlich. Man kann mit jedem Problem zu ihm kommen. Man sieht ihn täglich in der Kabine. Andere Manager lassen sich da vielleicht einmal in der Woche blicken. Er ist zu jedem Spieler ein wenig der Kumpeltyp.

Ihr EHC-Kollege Martin Buchwieser, mit dem zusammen Sie zum Nationalteam berufen wurden, ist in einer Fachzeitschrift zum Spieler des Monats gekürt worden. Spornt Sie das an?

Schymainski: Nein, nicht in dem Sinn, dass ich sage, ich bräuchte auch so eine Auszeichnung. Ich glaube sogar, dass es dem Martin egal ist. Der braucht das nicht. Dennoch freut es mich für ihn. Zu meiner Person: Mein Spiel ist das einfache Eishockey. Wenn ich mir Gedanken über Auszeichnungen machen würde, dann würde ich mich unter Druck setzten. Und das ist nicht gut. Es gibt nur ein Ziel, das ich heuer erreichen möchte, und das ist, nach dem Ende der Hauptrunde mindestens unter den ersten zehn Teams platziert zu sein.

Interview: Patrik Malberg

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