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Souveräner Playoff-Start für den EHC - „Der Anfang ist gemacht“

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Von: Florian weiß

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Jubel bei den Red Bulls über den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich durch Deron Quint (Mitte).
Jubel bei den Red Bulls über den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich durch Deron Quint (Mitte). © GEPA Pictures

München - Der EHC Red Bull München ist mit einem souveränen Heimsieg in die DEL-Playoffs gestartet. Der Meister ließ Aufsteiger Bremerhaven keine Chance.

So muss ein Titelverteidiger in die Playoffs starten! Der EHC Red Bull München gewann am Dienstagabend das erste Viertelfinal-Spiel gegen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven souverän und hochverdient mit 4:1 (0:1, 3:0, 1:0) und ging so in der Best-of-seven-Serie dadurch mit 1:0 in Führung. „Es war das erwartet schwere Spiel“, sagte EHC-Trainer Don Jackson. „Wir haben nach dem Rückstand gut reagiert, sind ruhig geblieben. Der Anfang ist gemacht.“

Die Hausherren legten vor den 4110 Zuschauern im Olympia-Eisstadion los, wie es sich für einen Meister gehört: Druckvoll, hellwach und körperlich präsent. Phasenweise schnürte der EHC die defensiv und auf Konter lauernden Pinguins powerplaymäßig hinten ein. Jon Matsumoto hatte nach 70 Sekunden die erste dicke Chance für die Mannschaft von Cheftrainer Don Jackson. Derek Joslin (6.) Richie Regehr (8.) und Brooks Macek mit einer sehenswerten Einzelaktion (10.) scheiterten aber ebenso wie Dominik Kahun (15.) mit einem Schlenzer, den Bremerhavens Schlussmann Gerald Kuhn entschärfen konnte. Die Red Bulls ließen Chancen im Minutentakt aus – und plötzlich führte der Aufsteiger. Mike Hoeffel umkurvte EHC-Keeper Danny aus den Birken und schlenzte zum überraschenden 0:1 aus Münchner Sicht ein (17.).

Doch der EHC spielte selbstbewusst und unbeeindruckt vom Rückstand gegen den Sensationsneuling, der in der Hauptrunde zweimal in München gewonnen hatte, weiter – mit Erfolg. Zunächst verpasste Maxi Kastner im Fallen noch den Puck vor dem leeren Tor, doch wenig später war es Deron Quint, der den schnellen und verdienten 1:1-Ausgleich (22.) besorgte. Die Münchner attackierten und störten die Gäste nun merklich früher und zwangen sie somit zu Fehlern. Die Hausherren waren stets einen Schritt schneller als die Norddeutschen. In der 29. Minute musste aus den Birken gegen Jason Bast das Remis retten, wenige Sekunden später drehte Konrad Abeltshauser mit einem Schlenzer unter die Latte die Partie (29.). Und es kam noch besser, Kapitän Michael Wolf nutzte das erste Münchner Powerplay zum 3:1 (35.).

Im Schlussabschnitt schaltete der Titelverteidiger merklich einen Gang zurück – auch im Hinblick auf die mindestens drei weiteren Duelle mit Bremerhaven. Aucoin ließ eine Eins-gegen-eins-Situation in Unterzahl ungenutzt (42.), danach verwaltete der EHC zunächst das Ergebnis. Nachdem Bremerhaven aber mutiger wurde und Ross Mauermann in der 49. Minute das Außennetz traf, legten die Red Bulls doch noch einmal nach. Matsumoto wurde unfair auf dem Weg nach vorne gestoppt, den fälligen Penalty schob er Keeper Kuhn frech durch die Hosenträger zum 4:1 (50.) – die endgültige Entscheidung.

Das zweite Spiel der Serie steigt am Freitagabend in Bremerhaven. Die beiden Hauptrunden-Spiele im hohen Norden haben die Red Bulls mit 3:1 und 3:2 gewonnen. Spiel drei findet am Sonntag um 16:45 Uhr statt, dann wieder im Olympiapark.

Alle Termine, Regeln, Spielplan und Ergebnisse finden Sie hier.

Florian Weiß

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