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EHC mit Pleite im Spitzenspiel - Zwei-Tore-Führung verspielt

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Von: Florian weiß

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EHC-Crack Jerome Flaake (l.) im Zweikampf mit Nürnbergs Gamewinner Philippe Dupuis.
EHC-Crack Jerome Flaake (l.) im Zweikampf mit Nürnbergs Gamewinner Philippe Dupuis. © GEPA Pictures

Nürnberg - Auch im vierten Duell mit Nürnberg kann der EHC Red Bull München nicht gewinnen - und das trotz einer Zwei-Tore-Führung. Vorne bleibt der EHC trotzdem.

Das gibt es doch nicht! Auch das vierte Duell mit den Thomas Sabo Ice Tigers kann der EHC Red Bull München nicht gewinnen. In Nürnberg verlor der Meister trotz 2:0-Führung noch mit 2:3 (1:0, 0:0, 1:2, 0:1) nach Penaltyschießen, der Vorsprung des Spitzenreiters auf den Verfolger schmolz somit auf drei Zähler.

Vor 7672 Zuschauern in der ausverkauften Nürnberger Arena entwickelte sich ein rasantes und hochklassiges Spitzenduell. Mads Christensen fälschte einen Seidenberg-Knaller von der blauen Linie an den Pfosten ab und Kapitän Michael Wolf vergab in Unterzahl vor Nürnberg-Keeper Jochen Reimer. In der 16. Minute ging der Meister nicht unverdient in Führung: Richie Regehr passte die Scheibe nach vorne, Wolf ließ abtropfen und Jason Jaffray tunnelte Reimer – 0:1.

Die Hausherren versuchten den EHC in Abschnitt zwei unter Druck zu setzen, Keeper Danny aus den Birken rettete seine Truppe nach 23 Minuten im Eins-gegen-eins gegen Andrew Kozek. Auch Leo Pföderl und Robert Schremp bezwangen den Münchner Schlussmann nicht. Aber auch die Red Bulls, die nie wirklich die Kontrolle über die Partie verloren, konnten ihre Möglichkeiten durch Macek und Regehr nicht nutzen. So ging es mit der knappen EHC-Führung ins Schlussdrittel.

Und je länger dieses lief, desto höher wurde der Druck der Ice Tigers, die nun deutlich aggressiver zu Werke gingen. In eigener Unterzahl erhöhte Frank Mauer auf 0:2 (52.), doch nur 30 Sekunden später verkürzte Leo Pföderl für Nürnberg, das in der Schlussphase alles auf eine Karte setzte. In Überzahl nahmen die Franken zusätzlich den Keeper aus dem Spiel – und erzielten 46 Sekunden vor dem Ende tatsächlich durch Steven Reinprecht noch den 2:2-Ausgleich.

Die extrem spannende Verlängerung blieb ohne Treffer, das Penaltyschießen musste entscheiden – und dort traf mit Philippe Depuis nur ein Nürnberger.

Am Sonntag empfängt der EHC die Düsseldorfer EG. Wegen des Kids Days (Kinder bis 13 Jahren erhalten Freikarten für Stehplätze) beginnt die Partie bereits um 14 Uhr.

Florian Weiß

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