Zu Besuch im 50-Millionen-Zentrum

Hier entsteht Red Bulls neues Imperium!

+
Das neue Trainingsimperium von Red Bull ensteht auf einem 100.000 Quadrameter großen Gelände in der Nähe von Salzburg, später sollen hier vor allem Fußball- und Eishockeyspieler trainieren.

Salzburg - Helm auf. Rein in die Megabaustelle in der Lieferinger Au. Die tz besuchte das neue 50-Millionen-Sportzentrum von Red Bull nahe Salzburg, in dem künftig auch die EHC-Profis trainieren können.

„Nicht einmal Bayern München oder der FC Barcelona in der berühmten Nachwuchsakademie La Masia verfügen über solche Möglichkeiten“, sagte kürzlich Ernst Tanner, Nachwuchschef beim FC RB Salzburg, mit Blick auf die RB-Nachwuchsakademie. Diese entsteht bis zum kommenden Sommer auf einem 100 000 Quadratmeter großen Gelände in der Lieferinger Au, nahe Salzburg. Die tz hat sich umgeschaut im neuen Red-Bull-Imperium.

Aus dieser Akademie soll also eines Tages der „Eishockey-Messi“ hervorgehen. Das erhofft sich zumindest Pierre Page, Trainer des EHC RB München. Ab kommenden Sommer werden rund 150 Eishockey- und Fußballtalente zwischen 14 und 21 Jahren hier geschliffen. Zum Vergleich: Barcelonas La Masia beherbergt nur 82 Nachwuchsspieler. Wer in das Internat darf, entscheiden die Red Bull-Trainer um Darek Mayer per Scouting und Probetraining. Der Fokus liegt auf Talenten aus Deutschland und Österreich. Die Ausbildungskosten für die Talente übernimmt Red Bull nach eigenen Angaben weitestgehend selbst, die Eltern zahlen einen Teilbetrag. Die schulische Ausbildung der Talente erfolgt wie beim FC Bayern oder dem TSV 1860 extern an staatlichen Partnerschulen.

Mayer, Cheftrainer im Eishockey-Nachwuchs, versichert, dass die Bedingungen für die Junioren „wie bei einer Profimannschaft“ sein werden. Im Hauptgebäude werden Übungsräume errichtet, die mit allerlei technischen Analyseinstrumenten versehen sein werden und so einen Überblick über die Leistungskraft jedes Talents liefern sollen.

Hier entsteht Red Bulls neues Trainingszentrum

Das neue Trainingsimperium von Red Bull ensteht auf einem 100.000 Quadrameter großen Gelände in der Nähe von Salzburg, später sollen hier vor allem Fußball- und Eishockeyspieler trainieren. © wim
Das neue Trainingsimperium von Red Bull ensteht auf einem 100.000 Quadrameter großen Gelände in der Nähe von Salzburg, später sollen hier vor allem Fußball- und Eishockeyspieler trainieren. © wim
Das neue Trainingsimperium von Red Bull ensteht auf einem 100.000 Quadrameter großen Gelände in der Nähe von Salzburg, später sollen hier vor allem Fußball- und Eishockeyspieler trainieren. © wim
Die Fußballfelder sind bereits in Betrieb, auch einige Zimmer des Internats sind bereits fertig. © wim
Überwacht die Bauarbeiten: Nachwuchs-Cheftrainer Darek Meyer. © wim
Das neue Trainingsimperium von Red Bull ensteht auf einem 100.000 Quadrameter großen Gelände in der Nähe von Salzburg, später sollen hier vor allem Fußball- und Eishockeyspieler trainieren. © wim

Momentan kann man die Dimensionen des auf 50 Millionen Euro Umfang geschätzten Projekts aber erst erahnen. Fertig sind seit 2010 drei Fußballfelder, die aus Kieswüste und Neubauten hervorleuchten und von den Salzburger Junioren genutzt werden. Im Haupthaus entstehen Schulungsräume, medizinisch-therapeutische Bereiche und das Internat. Es hat 92 Doppelzimmer, die ans Studentenwohnheim erinnern, sowie Gemeinschaftsräume. Auch an der Fußballhalle mit dem 90x60 Meter großen Fußballfeld und der Eishalle arbeiten die 160 Handwerker noch bis zum kommenden Sommer.

Zwei Eisflächen umfasst die größtenteils untergeschössige, per Lift erreichbare Eishalle, die elf Monate im Jahr nutzbar ist. Page wird es freuen: So können die Profis vom EHC sich auch im Sommer schinden. Vornehmlich werden hier aber die Nachwuchs­teams der U16, U18 und U21 den Red Bull-Stil trainieren. Wie der ausschaut? Mayer: „Wir wollen den Leuten etwas bieten, nicht trap-Eishockey spielen. Wir wollen offensiv spielen und viel Druck machen.“

Martin Wimösterer

Auch interessant

Kommentare