EHC: Abrechnung mit Crimmitschau

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Pat Cortina (l.), Christian Winkler (r.) & Co. haben noch eine Rechnung mit Crimmitschau offen

München - Wenn die Zeit gekommen ist, fließt Blut… Soweit wie es Andy Garcia im Gangsterfilm „Das Leben nach dem Tod in Denver“ kommen sieht, wird es am Freitagabend in Crimmitschau sicherlich nicht kommen.

Dorthin muss sich der EHC München als Tabellenführer der Eishockey-Bundesliga begeben. Was auf alle Fälle fließen wird ist jede Menge Schweiß. Denn die Mannschaft von Trainer Pat Cortina hat bei den Fans in Sachen Crimmitschau etliches gut zu machen: Fest eingebrannt in die Köpfe des Anhangs hat sich nämlich das äußerst lausige 1:2 vom 15. Januar, als man vor heimischem Publikum gegen den derzeit Drittletzten der Tabelle eine peinliche Niederlage kassierte. Auch bei der 2:3 Pleite im Hinspiel in Crimmitschau bekleckerte sich das Team, das in die DEL aufsteigen will, nicht mit Ruhm.

„Stimmt, Crimmitschau ist das einzige Team in der Liga, gegen das wir eine negative Bilanz aufweisen. Und die wird gerade gerückt“, so EHC-Manager Christian Winkler. Der EHC München und schwache Gegner: Das ist seit Jahren eine Geschichte für sich.

„Ich würde es nicht unbedingt daran ausmachen, dass unsere Spieler die Gegner aus der unteren Tabellenhälfte unterschätzen, es gibt immer Hochs und Tiefs. Schließlich sind die Spieler auch nur Menschen und keine Maschinen“, sagt Winkler – und verspricht: „Wir spielen jetzt noch einmal gegen jedes andere Team und dabei wird richtig angerissen. Wir sind jetzt nach Monaten, in denen immer wieder Spieler ausgefallen sind, komplett, haben keine Verletzten mehr und wollen uns mit diesen letzten Spielen richtig auf die Playoffs vorbereiten.“

Gegen Crimmitschau wird es zwar keine verletzungsbedingten Ausfälle geben, aber den EHC erreichte ein Hilferuf vom Kooperationspartner Augsburg. Da sich beim DEL-Team das Lazarett anfüllt, könnte es sein, dass einige Spieler wie Christian Wichert, Martin Schymainski, Patrick Vogl oder Martin Buchwieser abgestellt werden.

Dennoch sagt der Manager: „Pat Cortina hat nun die Qual der Wahl, wen er aufstellt. Und wer den Italo-Kanadier kennt, weiß: Wer nicht hundertprozentig seine Leistung abliefert fliegt raus. Zumindest temporär.

Matthias Würfl

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