Am Freitagabend spielt der EHC München gegen Meister Bietigheim

EHC: Cortinas Videotrick

+
Wie der ganze EHC-Sturm in Topform: Niklas Hede

München - Der EHC München ist Tabellenführer, sogar mit fünf Punkten Vorsprung auf Schwenningen. Lange ist aber noch nicht her, da gab es eine kleine Krisensitzung in der Kabine. „Das war der Wendepunkt“, erzählt Trainer Pat Cortina.

Ende November. Der EHC München hatte zuerst in Hannover mit 1:4 verloren und dann mit gleichem Ergebnis in Bietigheim. Cortina setzte auf die Radikalkur: Er zeigte seiner Mannschaft eine DVD mit allen Fehlern aus dem Spiel gegen Bietigheim. Die nächsten acht Spiele gewann der EHC in überzeugender Manier.

Jetzt trifft der EHC wieder auf Bietigheim, den amtierenden Meister (20 Uhr, Eishalle), und diesmal gehen die Münchner mit breiter Brust ins Spitzenspiel. Das gilt vor allem für Mark Heatley, der seit ein paar Wochen mit einer veränderten Körpersprache übers Eis rast. Nach pomadigen Auftritten zu Saisonbeginn kam der Stürmer auf sechs Scorerpunkte in den letzten fünf Spielen und überzeugt mit leidenschaftlichem Einsatz. Heatley spielt nun mit Neville Rautert und Niklas Hede in einer Reihe, dem zur Zeit besten Sturm der Münchner. „Wir passen gut zusammen, gerade weil wir so verschieden sind. Hede ist eher der Spielmacher, Neville auch ein anderer Spielertyp.“

Einen Kopf größer als seine Mitspieler ist Heatley, er schafft ihnen mit seinem Körper Platz und Möglichkeiten. Jetzt aber könnte das Trio wieder auseinander gerissen werden, jetzt, da sich Trainer Cortina fast auf seinen gesamten Kader zurückgreifen kann. Für das Bietigheim-Spiel fallen nur drei Spieler aus. Andreas Raubal erlitt vor vier Wochen einen Innenbandriss. Er hätte, sagt er, im Ernstfall „schon dieses Wochenende wieder spielen können. Wir haben aber mal wieder genügend Spieler, da kuriere ich mich noch eine Woche aus.“

Ähnlich sieht es laut Cortina bei Patrik Vogl aus: „Patrik ist heißt darauf zu spielen. Es ist aber klüger, wir warten noch ein paar Tage. Bietigheim käme für ihn zu früh.“ Cortina hat sich vor dem heutigen Spiel wieder Videos des Gegners angesehen und dann die Mannschaft im Training auf den heutigen Gegner eingestellt. „Wir legten das Augenmerk auf penalty killing und besonders auf schnelles Passspiel. Gegen Teams wie Bietigheim ist das wichtig, der Gegner darf seine Verteidigung erst gar nicht aufbauen. Eine starke Defensive gewinnt das Spiel.“ Im Offensivspiel will Cortina weiter experimentieren. Ob Heatley in eine andere Reihe rutscht, verriet der Trainer nicht. Heatley wirbt: „Ich spiele gerne mit Hede und Rautert. Wir können eine dominante Reihe sein und das ist gut für das gesamte Team.“

wim

Quelle: tz

Auch interessant

Meistgelesen

Tabellenführer EHC München veranstaltet Schützenfest - fünf Scorerpunkte für Gogulla
Tabellenführer EHC München veranstaltet Schützenfest - fünf Scorerpunkte für Gogulla

Kommentare