EHC: Dank an den Herrgott

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Unzufrieden mit seiner Mannschaft: Pat Cortina

München - Puh, war das knapp. Der EHC München lag gegen Kaufbeuren lange zurück - und das in Unterzahl. Doch dann kamen Patrick Vogl und Brandon Dietrich. Auch am Sonntag gab's einen Sieg.

Seit Neujahr gab es für Kaufbeuren in der Bundesliga schon sechs Pleiten. Klar, dass man sich auf Münchner Seite berechtigte Hoffnung auf einen kurzen, schnellen Auftritt machte und sich mancher Akteur schon auf der Heimreise sah – mit drei Punkten im Gepäck. Doch dem war nicht so: mit 4:3 gewann man äußerst knapp und glücklich in der Verlängerung.

Zwei Minuten vor Schluss hieß es sogar 3:2 für die Gastgeber, die Halle tobte, denn zu allem Überfluss erhielt Münchens Verteidiger Kevin Lavallee noch eine Strafe aufgebrummt. Der EHC die letzten zwei Minuten in Unterzahl!

Doch keiner hatte die Rechnung mit EHC-Stürmer Patrick Vogl gemacht. Der zog 15 Sekunden vor der Schlusssirene kurz hinter der Mittellinie ab und traf zum Ausgleich. In der Verlängerung war es Brandon Dietrich, der mit seinem Tor zum 4:3 Endstand die Zuschauer in der Halle verstummen ließ und seinem Ex-Verein nur ein Pünktchen ließ.

Trainer Pat Cortina dankte nach dem Spiel dem Hockeygott für die beiden Punkte, die dieser seinem Team überließ. Kaufbeurens Trainer Ken Latta sah weniger den Eishockeygott als Konzentrationsmängel in eigenen Reihen dafür verantwortlich: „Ein Spiel dauert 60 Minuten und wir haben eben im entscheidenden Moment geschlafen.“

Cortina war sichtlich unzufrieden mit dem Auftreten seiner Mannschaft: „Wir haben uns besonders in jenen Momenten nicht geschickt angestellt, in denen wir nicht in Scheibenbesitz waren.“ Im Detail: Nicht nah genug am Gegner und zu wenig aggressiv. 

Am Sonntag setzte der EHC gegen Ravensburg seine Siegesserie fort. Durch Tore von Heatley und Wrigley siegten die Münchner mit 2:1.

 mw

Quelle: tz

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