EHC: "Die Zeit zu reden ist vorbei"

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Pat Cortina: "Wichtiger ist mir, dass wir auf die richtige Art in die Playoffs gehen"

München - Der EHC hat Form und Tabellenführung verloren. Kurz vor den Playoffs kämpft das Team von Pat Cortina vor allem gegen sich selbst.

Freiburg gegen München – im Eishockey und Fußball treffen die beiden Städte an diesem Wochenende aufeinander. Die Münchner sind jeweils der Goliath im Kampf gegen David.

„Das haben sich meine Spieler im letzten Duell wohl auch eingebildet“, sagt EHC-Trainer Pat Cortina mit Blick auf das peinliche 3:4 vor sechs Wochen. Und nicht erst seit damals ist Cortina unzufrieden mit seiner Mannschaft. „Wir sind seit der Pause zu Weihnachten nicht mehr dieselben“, sagt er. Fest steht: Der EHC hat Form und Tabellenführung verloren, gewann nur vier der letzten acht Spiele.

Die Mannschaft hat in den letzten Wochen viel darüber geredet, erzählt Neville Rautert. Er ist einer der Führungsspieler und hat erkannt: „Ein paar aus der Mannschaft sind frustriert, weil es nicht so läuft.“ Der Trainer redet schon seit Wochen auf die Spieler ein: „Jungs, das ist nicht genug. Wir müssen wieder unser Hockey spielen, hart arbeiten.“

Cortina fordert viel von seiner Mannschaft. Das hat ihm bei den Spielern die Spitznamen Sheriff, Angstmacher und Dolomiten-Vulkan eingebracht. Er schmunzelt darüber und meint: „Spieler denken wie Spieler, ich sehe die Dinge wie ein Trainer. Manchmal dauert es, bis die Spieler meine Lösungen annehmen.“

Einer, auf den Cortina setzt, ist Neville Rautert. Die genauen Ursachen für die Probleme des EHC zu benennen sei schwierig, sagt er. Doch die Lösung sei nun Sache der Führungsspieler. Sie sollen im Spiel Signale senden, etwa durch einen guten Check.

Rautert gilt wie sein kongenialer Sturmpartner Niki Hede nicht als der Lautsprecher in der Kabine. Er bringt die Dinge auf den Punkt: „Wir haben eine Menge Talent. Nur: Talent gewinnt keine Meisterschaft. Wir müssen es gemeinsam auf dem Eis zeigen. Die Zeit zu reden ist vorbei.“

Platz eins hat Cortina trotz allem noch nicht abgeschrieben, auch wenn neben den verletzten Raubal, Schymains­ki und Wrigley auch noch der grippekranke Bahen am Wochenende ausfällt. Cortina: „Alles ist möglich. Wichtiger ist mir aber, dass wir auf die richtige Art in die Playoffs gehen.“

An diesem Wochenende, dem letzten der Punktrunde, tritt der EHC auch noch gegen Heilbronn an. Und, sagt Cortina „vor allem gegen uns selbst“.

Martin Wimösterer

Quelle: tz

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