EHC: Sie wollen nur spielen

+
EHC-Trainer Pat Cortina

München - EHC-Trainer Pat Cortina ist Vater geworden. Und nicht nur bei seinem leiblichen Nachwuchs zeigt er sich als guter Vater.

Am Montag ist Pat Cortina nach Italien gefahren. Zur Familie im Trentino. Am Dienstag Vormittag hatte seine schwangere Frau Arzttermin: Eine reine Routineuntersuchung. Doch dann wollte Andrea Victoria gleich auf die Welt und die Eltern haben sich sehr über die zweite Tochter gefreut. Es geht der Familie dem Vernehmen nach gut.

Cortina ist in jeder Hinsicht ein guter Vater: Mehrmals täglich telefoniert er mit seinem Co-Trainer Peppi Heiß, erkundigt sich, wie es seinem Adoptivkind in München geht, der Mannschaft des EHC München. Heiß zeichnet gerade auf einer Taktiktafel, als das Handy klingelt. Er tauscht sich mit Cortina kurz über das Training und die Taktik aus, dann sagt er: „Keine Sorge, Pat. Passt schon alles!“

Heiß, ebenfalls zweifacher Vater, hat die Lage im Griff. Er ist hörbar stolz, wie sich die Mannschaft des Tabellenführers in dieser Saison entwickelt hat. Wie gut, das wird sich am heutigen Freitag zeigen. Der EHC tritt beim letztjährigen Finalgegner Bietigheim an.

Heiß sagt, die Mannschaft hat aus dem verlorenen Finale ihre Lehren gezogen. Er erinnert sich an eine spezielle Situation: „Wir haben damals im zweiten Drittel die Geduld verloren, die man gegen die Bietigheimer braucht. Sie stehen kompakt, die muss man knacken.“ In der zweiten Pause sprach Heiß den Fehler an und die Münchner hätten das Spiel fast noch gewonnen.

Der EHC ist für ihr Kombinationsspiel im Angriff bekannt. Stürmer Mike Kompon erklärte kürzlich: „Ich will spielen“, auf „Defensivschlachten wie gegen Bietigheim“ habe er weniger Lust.

Doch auch das gehört nun einmal zum Leben eines Eishockey-Profis, wie Steuern, Sonderschichten und Schicksalsschläge. Heiß fordert: „Wir müssen geduldig bleiben und auf unsere Chance warten.“ Nicht alles kommt früher als erwartet…

wim

Wintersport in der Ferne: Die schrägsten Olympia-Outfits

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare