tz-Experten-Kolume von Jan Lüdeke

"Gebt acht auf Courchaine & Co."

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Jan Lüdeke.

München - Am Montag empfängt der EHC RB München die Krefeld Pinguine. Jan Lüdeke, Kommentator bei Servus TV, schreibt in seiner tz-Experten-Kolumne über die Begegnung.

Der EHC RB München hat sich im Laufe der Saison stark entwickelt. Am Anfang lief es noch nicht rund, das war aber auch nicht überraschend. Im Eishockey ist es fast unmöglich, sich eine Mannschaft zusammenzukaufen, die sofort perfekt funktioniert. Ein bisschen mehr hatte ich mir aber schon erwartet. Der Umschwung kam erst mit der Taktikumstellung, mit dem Wechsel von Pierre Pagés No-Position-Hockey zu einem „normalen“ System. Ich finde, das spricht für den Trainer. Pagé hat erkannt, dass seine Vorstellungen in diesem Moment nicht gepasst haben und hat sich nicht davor gescheut, ein wenig zu korrigieren. In der Form, in der sich die Münchner aktuell präsentieren, sind sie für mich ein Kandidat für die ersten sechs am Ende der Saison. Und in den Play-offs ist vieles möglich, der EHC ist nicht unbedingt ein Meisterschaftsfavorit, aber ausschließen möchte ich auch nichts. Pagé weiß schließlich, wie man Titel gewinnt. Das könnte ein großer Pluspunkt für den EHC werden. In Berlin hat Don Jackson, ein Pagé-Schüler, im vergangenen Jahr eine ähnlich entscheidende Rolle gespielt. Das Spiel am Montag gegen Krefeld ist für München wichtig. Mit einem Sieg könnte der EHC zu den Pinguinen aufschließen und noch näher an das Spitzentrio heranrücken. Außerdem würde man die eigenen Fans besänftigen, die Derby-Heimniederlage gegen Augsburg hat denen sicher nicht gefallen. Vielleicht ist der EHC dadurch zusätzlich motiviert. Die größte Gefahr blüht ihnen durch die Sturmreihe Daniel Pietta, Adam Cour-chaine und Kevin Clark. Das ist derzeit die beste Offensive in der DEL, die sind bombastisch, da müssen sie aufpassen.

Jan Lüdeke

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