tz-Experten-Kolumne von Frank Hördler

"Viel Spaß beim Diskutieren"

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Frank Hördler (r.).

München - In seiner tz-Experten-Kolumne schreibt Frank Hördler, sechsfacher Meister mit Berlin, über die neuen Eishockey-Regeln.

Bei den DEL-Teams ist in den nächsten ­Tagen der Sommer vorbei. Bereits am

21. August beginnt für sechs DEL-Mannschaften die neue Eishockey-Champions-League, weswegen die Vorbereitung nun schon beginnt – mitten im Sommer.

Diese sechs Teams werden sich dann zuerst an die neue Spielfeldaufteilung gewöhnen müssen. Denn ab sofort ­verkleinert sich sowohl international als auch national das Mittel­drittel in den ­Hallen um 3,64 Meter. In Deutschland betrifft das die DEL und DEL 2. Dadurch werden die beiden anderen Drittel ­logischerweise um ­jeweils 1,82 Meter vergrößert. Der Internationale Verband (IIHF) schließt sich damit der NHL-Eisaufteilung an. Warum? Hintergrund ist, dass dadurch das Spiel schneller gemacht werden, und in der Folge die Trefferzahl ­steigen soll.

Mal sehen ob das klappt. Auf alle Fälle bringt ein vergrößertes Angriffsdrittel mehr Kombinationsmöglichkeiten beim Powerplay. Die Torchancen steigen, wenn sie schnell ­herausgespielt werden. Die Blueliner ­könnten es durch das größere Angriffsdrittel mit Fernschüssen etwas schwerer haben. Für die Verteidiger wird die Abwehr in Unterzahl natürlich aufreibender, weil sie mit gesteigertem Laufaufwand die Kombinationen des Gegners unterbrechen müssen, um Gegentore zu verhindern.

Diese Regeln sind alle noch einfach zu verkraften. Ich höre aber jetzt schon die Streitereien beim sogenannten Hybrid-Icing. Dahinter verbirgt sich eine Falle für den vorderen Linesman. Bei einem unerlaubten Weitschuss muss in Zukunft besagter Linesman entscheiden, ob der Abwehrspieler oder der Angreifer schneller am Puck sein könnte. Entscheidet er sich für den Angreifer, geht das Match weiter. Sieht er den Abwehrspieler im Vorteil, wird abgepfiffen. Viel Spaß beim Diskutieren.

Frank Hördler, sechsfacher Meister mit Berlin

Quelle: tz

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