Rückschlag für EHC

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EHC-Coach Pat Cortina (Archivfoto)

Ravensburg - Was für ein Wochenende! Zuerst der triumphale 6:2-Sieg gegen Kaufbeuren am Freitag – und dann die herbe 0:4-Klatsche beim Tabellendritten Ravensburg.

 Der EHC München zwischen Himmel und Hölle. Im Spitzenspiel beim EV Ravensburg hatten die Münchner nur im ersten Drittel mithalten können – es endete 0:0. Danach ging der EHC ziemlich unter. Goldie und Thomson sorgten schon früh im Mitteldrittel für die 2:0 Führung und auch im Schlussdrittel traf nur Ravensburg: Boon und erneut Thomson machten den 4:0-Sieg perfekt. Eine üble Schlappe für den Tabellenführer EHC, der nun nur noch einen Punkt Vorsprung hat auf Verfolger Schwenningen.

Dabei hatte das Wochenende so gut begonnen: Am Freitag wurde Kaufbeuren mit 6:2 abgefertigt. Ein Abend, an dem es einige Gewinner gab:

Der Pressesprecher: Die Fans setzen um, was sie in den letzten Wochen schon angekündigt hatten – Sympathiebekundungen für Pressesprecher Carsten Zehm! Der hatte zuletzt aus internen Unstimmigkeiten seinen Rücktritt zum Saisonende angekündigt. Anhänger verkauften handflächengroße Anstecker und rollten Spruchbänder aus („Der EHC ohne Carsten Zehm ist wie München ohne Frauenkirche“). Bei Spielbeginn verwandelte sich die Nordkurve in eine Zeitungswand, jeder Fan hielt eine Seite in die Höhe. Die Fans fordern: Zehm muss beim EHC bleiben!

Der Manager: Winkler umrundete in der ersten Drittelpause die Eisfläche und kam dabei an den Kaufbeurer Anhängern vorbei. Ein Fan zog ihm eine Fahnenstange über den Kopf und ließ folgen: „Winkler, du A…!“ Winkler, für sein Temperament bekannt, schnaufte nur tief durch und ging weiter. Die Gästefans lieferten sich kurz vor Schluss noch eine kleine Raufeinlage mit Ordnern und Polizei, die eine anstehende Massenschlägerei verhinderten.

Der Topspieler & der Jubilar: Drei Treffer im zweihundertsten Spiel – Stürmer Neville Rautert verzaubert den EHC. Ebenso stark: Torhüter Sebastian Elwing an seinem 30. Geburtstag.

mw

Quelle: tz

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