Verdaulicher Schwabentopf ?

- VON EDUARD HIEN Geretsried - Ganz im Zeichen eines schwäbischen Wochenendes stehen die beiden bevorstehenden Partien des Geretsrieder Eishockeyteams. Am heutigen Freitag (20 Uhr) reisen die River Rats zum ESV Königsbrunn. Zwei Tage später empfängt das TuS-Team aus der Schwabenmetropole den Tabellenletzten Augsburger EV im Heinz-Schneider-Eisstadion. Gerade vor den Königsbrunnern warnt TuS-Coach Rudi Sternkopf: "Wir werden große Laufbereitschaft zeigen müssen, wenn wir die knacken wollen."<BR>

Bei allem Respekt wird die zu Saisonbeginn von Franz-Xaver Ibelherr übernommene Pinguin-Truppe aber nicht umhinkommen, sich wie in der vergangenen Spielzeit den Klassenverbleib erneut über die Abstiegsrunde zu sichern. Obwohl ESV-Macher Willi Bertele in seiner Multifunktion als 1. Vorstand, sportlicher Leiter und Team-Manager viele junge Spieler an den Klub band und der Kader mit zeitweise 33 Akteuren aus allen Nähten platzte, kam die Mannschaft bislang nicht über den vorletzten Tabellenplatz hinaus. Mit vier zweistelligen Debakeln und 144 Gegentreffern mutierten die Pinguine zur Schießbude der Bayernliga.<P>Daran änderte auch die Maßnahme nichts, dass Chefcoach Ibelherr seit dem 13. Spieltag wieder selbst zum Schläger greift. Und auch nicht, dass für die Defensive vor kurzem der Schweiz-Kanadier Jonathan Miner (Augsburger EV) und Erwin Schedlbauer (EV Fürstenfeldbruck) verpflichtet wurden. Unter die Kategorie "Peinlich" fiel am vergangenen Sonntag der lustlose Auftritt bei der 3:6-Heimpleite gegen den Tabellennachbarn Ottobrunn, die von einem gellenden Pfeifkonzert der immer weniger werdenden Zuschauern in der Eishalle der Königstherme begleitet wurde.<P>Dienstältester Akteur beim ESV Königsbrunn ist der Ex-Geretsrieder Roland Hanemann (10 Tore/15 Beihilfen), der die interne Scorerliste gemeinsam mit Michael Polacek (12/13) anführt. Ob der sportlichen Misere brachte sich der 36-Jährige, im Vorjahr noch Publikumsliebling des Ligaprimus EV Landsberg, unlängst bei der EA Schongau ins Gespräch. Den Verantwortlichen im Pfaffenwinkel war der Stürmer jedoch offenbar zu teuer. "Hanemann ist ein Schlitzohr. Der weiß, wo er stehen muss. Auf ihn muss man ständig aufpassen", mahnt Rudi Sternkopf seine Verteidiger zur Vorsicht. Dem Geretsrieder Übungsleiter ist schleierhaft, warum es in Königsbrunn so unglaublich schlecht läuft. Schließlich verfüge die Pinguin-Truppe doch "über einige interessante Spieler" wie Davide Conti, Andi Römer, Jonathan Miner oder Topias Dollhofer. Sternkopf sieht in dem Match daher "keine leichte Aufgabe".<P>Den Rats fehlen am Wochenende zwei Spieler: Sebastian Wanner muss wegen seiner Oberschenkelzerrung weiterhin passen. Und Matthias Lanzl wird gar nicht mehr für Geretsried auflaufen. "Er hat Anfang der Woche um seine Freigabe gebeten", bestätigt Abteilungsleiter Burkhard Pappers. Berufliche Gründe gaben dafür den Ausschlag. Der 23-jährige Außenstürmer arbeitet in Erding und kann deshalb nicht regelmäßig in Geretsried trainieren. Noch ist nicht bekannt, für welchen Klub er künftig auflaufen wird. Lanzl bestritt in der laufenden Saison bislang 16 Punktspiele für den TuS, in denen er eine Beihilfe beisteuerte.<P>

Quelle: Merkur.de

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