EHC verliert Penalty-Wahnsinn

Stephane Julien verschoss den entscheidenden Penalty gegen Straubing-Keeper Pätzöld
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Stephane Julien verschoss den entscheidenden Penalty gegen Straubing-Keeper Pätzöld

München - Irrsinn beim Eishockey! Der EHC München verliert das Derby gegen die Straubing Tigers - und sorgt dabei für ein Novum in Sachen Spannung. Die Gäste hatten ihre Nerven letztlich einen Tick besser im Griff.

Nach der Deutschland-Cup-Pause musste der EHC München am Sonntag wieder ran, die Straubing Tigers waren zu Gast. Und es brauchte ein ganzes Spiel plus Verlängerung und 42 Penaltys, um einen Sieger zu finden. Am Ende hatten die Gäste mit 5:4 (n.P.) die Nase vorne.

Schon nach zwei Minuten brachte Bryan Adams den EHC mit der ersten Torchance in Führung. Straubing wollte im Anschluss den Ausgleich, spielte geschickt Richtung Münchens Schlussmann Sebastian Elwing. Und München tat sich während dessen besonders im Spielaufbau schwer.

Doch plötzlich hieß es 2:0. Neville Rautert war mit seinem ersten Treffer zur Stelle (13.). Zwei Minuten vor der ersten Pause tauchte Justin Mapletoft dann vor Elwing auf und schnalzte diesem die Scheibe am linken Ohr vorbei unter die Latte: 2:1.

Im zweiten Durchgang geschah lange nichts Aufregendes – bis Rautert beim Treffer zum 3:1 per Bauerntrick den Straubinger Schlussmann schlecht aussehen ließ. Es war der Spiel der Torhüter, die ganz entscheidend den Ausgang dieses Spiels beeinflussen sollten. Denn einen Befreiungsschlenzer, den Maximilian Forster wenige Sekunden vor Drittelende aus der eigenen Hälfte abgab, ließ Elwing über seine Fanghand ins Gehäuse springen. Ein schlechter Zeitpunkt für den Anschlusstreffer, doch es sollte noch übler kommen: Es war keine Minute gespielt als sich Elwing aus spitzem Winkel überlisten ließ – ein Treffer, der so niemals fallen hätte dürfen.

Und dann der Hammer des Abends: Gerangel vor dem Münchner Tor, Schiedsrichter Lars Brüggemann pfeift ab, jeder glaubt an eine Spielunterbrechung doch die Straubinger reißen die Arme hoch. Wütendeste Proteste der EHC-Spieler sowie Trainer Pat Cortina brachten keinen Erfolg. Angeblich soll Elwing bereits die Hand auf der Scheibe gehabt haben. Straubing führte 4:3.

Doch das war wenige Minuten später wieder kein Thema mehr. Bei zweifacher numerischer Überzahl gelang 144 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit Eric Schneider der Ausgleich. Im Penaltyschießen war es Straubings Eric Meloche der für die endgültige Entscheidung sorgte.

Patrik Mahlberg

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