Vier gewinnt! Das macht den EHC so stark

Zufriedene Fans: Der EHC München will seinen Zuschauern in diesem Jahr die Meisterschaft schenken – und vielleicht den Aufstieg in die DEL
+
Zufriedene Fans: Der EHC München will seinen Zuschauern in diesem Jahr die Meisterschaft schenken – und vielleicht den Aufstieg in die DEL

München - Vier Spiele, vier Siege – und Gegner Weißwasser hatte nicht den Hauch einer Chance. EHC München, das hieß in der ersten Play-off-Runde: Effizienz pur! Das Erfolgsgeheimnis:

So leicht das alles aussah, so viel Kraft hat es die Spieler gekostet. „Auf der Heimfahrt waren wir einfach nur müde. Ein bisschen haben wir auch gefeiert. Wir haben ein paar Bierchen getrunken, nichts Großartiges“, erzählt Mark Heatley. Um die Akkus fürs Halbfinale in der kommenden Woche aufzuladen, gab’s zwei trainingsfreie Tage. Der Gegner steht zwar noch nicht fest, aber Heatley hat doch einen Wunsch: „Landshut käme mir schon recht, ein Derby mit kurzer Anreise…“

Und: ein Gegner, der schlagbar ist. Wie das gehen soll, weiß Co-Trainer Peppi Heiß: „Unsere Formationen haben sich jetzt eingespielt. Das macht uns so stark.“ Das Motto: Vier gewinnt – seit die verletzungsbedingten Wechselspiele ausbleiben, funktionieren die vier Sturmreihen.

Paradebeispiel war vor gut vier Monaten die Versetzung Heatleys in den dritten Sturm – die HRH-Reihe aus Niklas Hede, Neville Rautert und Heat­ley startete gleich voll durch. „Ein Glück, dass wir zusammenspielen. Wir sind seitdem sicher eine der besten Reihen und haben das nötige Selbstvertrauen“, sagt Heatley. Und nun trumpft HRH auch in den Play-offs auf: Sieben der zwanzig EHC-Treffer gehen auf ihr Konto, gefolgt von David Wrigleys Reihe mit sechs Toren. Mike Kompon & Co. haben bisher zweimal getroffen, genauso wie Mario Janns Trio. Heatley freut’s: „Wir können uns wirklich auf jeden Spieler, auf jede Reihe verlassen. Die vier Sturmreihen harmonieren, jede arbeitet hart.“

Sie bekommen auch noch Unterstützung von hinten: Die Verteidiger kommen auf drei Tore und haben in Zusammenarbeit mit den Torhütern nur vier Gegentore zugelassen. Und ganz wichtig: Nach einem Durchhänger gegen Ende der Punktrunde sieht die Defensive endlich wieder stabil aus. Heiß, der die Verteidigung betreut, erklärt: „Damals wollte jeder nur ein bisschen spielen. Jetzt haben die Verteidiger gemerkt, dass es so nicht läuft. Jetzt hauen sie sich rein – und die Stürmer helfen dabei mit!“

Der EHC ist also eine richtige Mannschaft. Eine, die gemeinsam kämpft, gemeinsam siegt und gemeinsam jubelt. Nur einer feierte auf der Heimfahrt aus Weißwasser nicht mit: Co-Trainer Heiß. Die Eishockey-Legende war als Moderator fürs Fernsehen in Hannover. Die EHC-Jungs sind eben gefragte Typen…

Martin Wimösterer

Quelle: tz

Auch interessant

Kommentare