Winkler: "Wir flippen jetzt nicht aus!"

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München - Eric Schneider und seine Mitspieler strahlen nach drei Siegen in Serie jede Menge Zuversicht aus. Doch EHC-Manager Christian Winkler achtet genau darauf, dass keiner ausflippt.

Eric Schneider ist der Star im Sturm des EHC München. Im Vorjahr war er zweitbester Scorer in der Liga, auch dieses Jahr hat er schon 36 Tore und Vorlagen in 39 Spielen gesammelt. Ganz zufrieden ist er aber nicht. „Der Erfolg der Mannschaft hängt nicht zuletzt auch von mir ab“, so Schneider. Solche Selbsterwartung kann blockieren. Nicht immer lief es in dieser Saison so, wie es sich die EHCler vorstellten. Sieben Spiele ohne EHC-Treffer und einige verlorene Eis-Krimis hatten sichtlich an den Nerven des 34-Jährigen gezehrt. Zwischenzeitlich sprach er enttäuscht von einem „Rückschritt gegenüber der Vorsaison“.

Vor eineinhalb Jahren riss seine sensationelle Verpflichtung die ganze Mannschaft mit. Martin Buchwieser und er wurden zum Traum-Duo, das den EHC in die Pre-Playoffs schoss. Trainer Pat Cortina hielt auch in dieser Saison lange an dem Gespann fest. Als der erhoffte Erfolg ausblieb, baute er die Reihen um. Seitdem läuft es bei Schneider und Buchwieser besser. Auch, weil der Druck des Vorjahres nicht mehr über dem Duo schwebt. Im Dezember startete Schneider durch: Er erzielte zwei Tore und bereitete elf Treffer vor. Läuft es bei Schneider, hat der EHC Erfolg: Nur viermal holte der EHC in dieser Saison keine Punkte, wenn Eric scorte.

In den beiden gewonnenen Spielen am Wochenende sprang für Schneider ein Tor raus. Für ihn ist das unterdurchschnittlich. Doch darauf kommt es ihn nicht an. Er will mit der Mannschaft erfolgreich sein und das Gefühl haben, etwas zu bewirken. „Ich war zufrieden am Wochenende mit meiner Leistung – und das sage ich wirklich nicht oft.“ Schneider lässt wieder mehr Zuversicht in der Körpersprache erkennen.

Drei Siege in Folge landete der EHC nun. Manager Christian Winkler meint: „Wir flippen aber jetzt nicht aus.“ Sprich: Keine Träumereien. Schneider rechnet nach: „Es sind neun Punkte Rückstand auf Platz sechs. Bei 13 verbleibenden Spielen wird es schwer, das aufzuholen. Unser Ziel ist, Platz sieben oder acht zu sichern.“ Und er sagt: „Mein bestes Eishockey spiele ich immer erst nach Weihnachten.“ Nicht so gut läuft es für Verteidiger Sören Sturm. Er fällt wegen eine Zerrung im Hüftbeuger voraussichtlich drei Wochen aus.

Martin Wimösterer

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