Winklers Traum: Der EHC soll bayerischer werden

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Martin Buchwieser ist einer aus der bayerischen EHC-Phalanx

München - Manager Christian Winkler sagt, das Ziel des EHC München müsse es sein, die besten bayerischen Spieler bei sich zu haben. Schon kurzfristig gibt es da einige Kandidaten.

Bundestrainer Jakob Koelliker hat Felix Petermann und Martin Buchwieser vom EHC München für den BelSwiss-Cup in Minsk (Weißrussland) berufen. Jochen Reimer, der beste Torwart der Liga, steht auf Abruf bereit. Vor dem Turnier Mitte Februar hat der EHC noch Bayern-Wochen!

Los geht’s am Freitag gegen Ingolstadt (19.05 Uhr, Eishalle). „Für mich sind die Panther einer der Meisterschaftsfavoriten“, sagt Christian Winkler. Der EHC-Manager erwartet „Stimmung in der Bude“, bange ist ihm im Derby nicht: Der EHC gewann zuletzt drei Spiele in Folge.

Winkler sagt, das Ziel des Klubs aus der Landeshauptstadt müsse sein, „die besten bayerischen Spieler bei uns zu haben.“ Momentan zieht es viele starke Bayern wie Christoph Schubert (Hamburg), Patrick Reimer (künftig Nürnberg) oder Thomas Greilinger (Ingolstadt) zu anderen Klubs. Doch mit neuen Verträgen von Petermann, Buchwieser und Reimer gelang Winkler schon das ein Ausrufezeichen. „Wir arbeiten dran, dass sich was ändert, auch beim Nachwuchs: Dass das Ziel der bayerischen Talente wiederum sein wird, in München zu spielen. Das ist einer meiner Träume!“ Winkler verzahnt Stammverein und Profi-GmbH, weil er in beiden Sektoren aktiv ist. Perspektivisch angelegt ist die Nachwuchsarbeit des e.V., wo es zuletzt aufwärts ging. Für diesen Sommer ist zudem erneut ein Sichtungscamp geplant, in dem Talente aus dem Freistaat vorspielen. Die Partnerschaften mit Bad Tölz und Füssen lobt Winkler ausgiebig.

Kurzfristiger, zur neuen Saison, helfen könnten bayerische Kandidaten wie Michael Waginger, Lukas Steinhauer, Martin Hinterstocker oder Simon Fischhaber. Winkler bestätigt grundsätzliches Interesse, mehr sei noch nicht geschehen. Die Hauptsprache beim EHC ist aber bereits jetzt, neben Englisch, Bayerisch. „Unser Duisburger Martin Schymainski versteht, was Habedere heißt“, sagt Winkler lachend. Trainer Cortina kann die EHC-Hymne „Mia san der Münchner EHC“, weil er ihn immer hört, wenn Winklers Handy läutet. Und Sören Sturm lernt gerade Schafkopf. Er weiß jetzt, dass „den Gegner schneidern“ nicht nur dank Teamkollege Eric Schneider etwas Positives ist.

wim

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