Zach: Buchwieser zeigt den Weg

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Hans Zach.

München - Die DEL-Play-Offs haben begonnen und Hans Zach steht hinter keiner Bande. Der „Alpenvulkan“ bleibt aber als Experte beim TV-Sender Sky am Puck.

Die tz sprach mit dem Bad Tölzer.

Fällt es Ihnen schwer, nur zu berichten, aber nicht agieren zu können?

Zach: Ich wollte diese Pause. Trainer-Angebote gab es genug, aber ich wollte nicht gleich wieder ins Geschäft.

Wer ist Ihr Meisterschafts-Favorit?

Zach: Die Mannschaften sind in diesem Jahr sehr ausgeglichen. Lediglich den Kölner Haien gebe ich gegen Wolfsburg kaum eine ­Chance.

Uwe Krupp zieht sich nach der WM vom Amt des Bundestrainers zurück. Werfen Sie Ihren Hut mit 61 noch einmal in den Ring?

Zach: Bis jetzt hat mit mir noch keiner gesprochen. Hans Zach muss nicht Bundestrainer werden, aber es ist eine Aufgabe, die ich mit den zahlreichen jungen deutschen Spielern noch einmal angehen würde.

Ein Blick ins Allerheiligste des EHC München

Ein Blick ins Allerheiligste des EHC München

Werfen Sie mit uns einen kurzen Blick in die Kabine des EHC München. © Mathias Müller
Schon beim ersten Blick wird deutlich: Wie in der Kabine des FC Bayern sieht es hier nicht direkt aus. Jeder Spieler hat seine eigene kleine Holz-Nische. Die Namensschilder sind aus laminiertem Papier und über zwei Haken angebracht. In der Mitte des Raums: ein Einkaufswagen. © Mathias Müller
Ein paar Fußbälle dürfen aber dennoch nicht fehlen. © Mathias Müller
Bei Martin Buchwieser reibt man sich verwundert die Augen. An seinem Platz hängt ein Bild, auf dem er US-Präsident Barack Obama die Hand schüttelt. © Mathias Müller
Die Aufklärung: „Das haben mir die Jungs geschenkt. Meine Freundin ist Amerikanerin. Sie meinten, ich solle mir einen amerikanischen Pass zulegen, ... © Mathias Müller
... damit ich mit der Nationalmannschaft wenigstens mal was gewinnen kann. Denn gefälschten Pass gab’s übrigens gleich mit dazu“, so Buchwieser. © Mathias Müller
Bei Martin Schymainski lehnt ein ganz besonderes Bild an der Wand: es zeigt seinen guten Spezl Kevin Lavallee, der gerade seinen Bizeps mit einer Hantel stählt. Er trägt ein weißes Feinripp-Shirt. © Mathias Müller
Schymainski: „Wir sind seit drei Jahren beste Kumpel und gehen öfter mal zusammen essen oder shoppen. Im Moment sitzt mir Kevin noch gegenüber. Ich kann ihn also eigentlich immer sehen. Aber sollten wir mal nicht mehr zusammen spielen, dann wird das Bild noch wichtiger. Das kommt dann nämlich mit.“ © Mathias Müller
In den bayrischen Vereinen wird eine gute Nachwuchsarbeit geleistet, warum schlägt sich das in den DEL-Vereinen noch nicht nieder?

Zach: Immerhin waren die Augsburger im vorigen Jahr im Finale und München hat sich so gut geschlagen wie kein Aufsteiger zuvor. Die Trainer müssen nur Mut beweisen und den Talenten eine Chance geben. Die Entwicklung von Martin Buchwieser in München zeigt den Weg.

Interview: Manfred Hönel

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