DEL zurück in München: Kühner Drei-Jahres-Plan

ünchen - Nach achtjähriger Durststrecke wird in München wieder Erstliga-Eishockey gespielt. Der Aufsteiger will in der DEL schnell für Furore sorgen - auch wenn die Rahmenbedingungen nicht optimal sind.

Der Etat ist bescheiden, die Ziele ehrgeizig: Mit einem kühnen Drei-Jahres-Plan will DEL-Aufsteiger EHC München im deutschen Eishockey-Elitebetrieb für Aufsehen sorgen. “Im ersten Jahr wollen wir uns in der Liga etablieren, im zweiten um die Playoffs der besten zehn Mannschaften mitspielen, und im dritten Jahr wollen wir sie erreichen“, kündigt Manager Christian Winkler an. Nach dem Abschied von Ex-Meister München Barons 2002 in Richtung Hamburg freut sich die bayerische Landeshauptstadt wieder auf Spitzen-Eishockey.

Laktattest beim EHC München

Die Spieler des EHC München beim Laktattest in der Werner-von-Linder-Halle. Die besten Bilder. © Sampics
Die Spieler des EHC München beim Laktattest in der Werner-von-Linder-Halle. Die besten Bilder. © Sampics
Die Spieler des EHC München beim Laktattest in der Werner-von-Linder-Halle. Die besten Bilder. © Sampics
Die Spieler des EHC München beim Laktattest in der Werner-von-Linder-Halle. Die besten Bilder. © Sampics
Die Spieler des EHC München beim Laktattest in der Werner-von-Linder-Halle. Die besten Bilder. © Sampics
Die Spieler des EHC München beim Laktattest in der Werner-von-Linder-Halle. Die besten Bilder. © Sampics
Die Spieler des EHC München beim Laktattest in der Werner-von-Linder-Halle. Die besten Bilder. © Sampics
Die Spieler des EHC München beim Laktattest in der Werner-von-Linder-Halle. Die besten Bilder. © Sampics
Die Spieler des EHC München beim Laktattest in der Werner-von-Linder-Halle. Die besten Bilder. © Sampics
Die Spieler des EHC München beim Laktattest in der Werner-von-Linder-Halle. Die besten Bilder. © Sampics
Die Spieler des EHC München beim Laktattest in der Werner-von-Linder-Halle. Die besten Bilder. © Sampics
Die Spieler des EHC München beim Laktattest in der Werner-von-Linder-Halle. Die besten Bilder. © Sampics
Die Spieler des EHC München beim Laktattest in der Werner-von-Linder-Halle. Die besten Bilder. © Sampics
Die Spieler des EHC München beim Laktattest in der Werner-von-Linder-Halle. Die besten Bilder. © Sampics
Die Spieler des EHC München beim Laktattest in der Werner-von-Linder-Halle. Die besten Bilder. © Sampics

Neben der Euphorie um die Rückkehr in die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) nach langer Durststrecke weiß man in München aber auch um die Handicaps: Mit 3,5 Millionen Euro Etat rangiert der EHC im unteren Teil der Liga. Zudem bereitet die in die Jahre gekommene Eishalle Sorgen, in der am Sonntag gegen Iserlohn der erste Puck eingeworfen wird. Den Saisonauftakt bestreitet der EHC am Freitag in Mannheim. Die Rolle des Underdogs nehmen die Münchner an. In der Debütsaison setzt der EHC weitgehend auf die Mannschaft aus dem Vorjahr, die das Double aus Zweitliga-Meisterschaft und DEB-Pokal gewonnen hatte. “Es ist ein Risiko, mit 15 Spielern aus der Zweiten Liga in die DEL zu gehen“, räumt EHC-Boss Jürgen Bochanski ein. “Aber die Spieler haben nach den Leistungen in der Vorsaison unser Vertrauen verdient.“

Neun Profis kamen neu hinzu, darunter Ex-Nationalspieler Felix Petermann, der Kanadier Eric Schneider aus der Konkursmasse der Frankfurt Lions sowie der langjährige Kölner Stéphane Julien. In der Vorbereitungsphase verkaufte sich das Team von Trainer Pasqualino “Pat“ Cortina gut: Die Schützlinge des 45-jährigen Italo-Kanadiers, dem Ex-Auswahlkeeper “Peppi“ Heiß assistiert, gewannen die Bayern- Derbys gegen Vizemeister Augsburg und Straubing klar mit 5:2 an den EHC. Gegen Meister Hannover gab es erst im Penaltyschießen ein 1:2. Auf der wirtschaftlichen Seite sieht es dagegen mau aus.

Das Imageproblem der DEL und das Lizenzierungschaos im Sommer, als sich die Münchner über das Schiedsgericht die DEL-Teilnahme erstreiten mussten, haben Spuren hinterlassen. Seit dem Aufstieg vor vier Monaten konnten gerade einmal drei neue Sponsoren gewonnen werden. Zudem schrecken die Rahmenbedingungen im 43 Jahre alten Eisstadion viele potenzielle Geldgeber ab. In Sachen Vermarktung und Hospitality ist die Spielstätte längst nicht mehr zeitgemäß, was schon vor acht Jahren die Verantwortlichen der München Barons zum Umzug nach Hamburg bewog. Die EHC-Macher hoffen auf den Bau einer Multifunktionsarena im Zuge der Münchner Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018. Die Hallen-Frage stellt die Münchner Puckjäger zudem vor ein logistisches Problem: Ab Ende September muss sich der EHC Spielstätte mit den ambitionierten Zweitliga-Basketballern des FC Bayern teilen - ein Verlust an Trainingszeiten für Profi- und Nachwuchsteams sind die Folge. Manager Winkler mietete deshalb schon einmal vorsorglich Ersatzhallen im Münchner Umland an.

dpa

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