Mit zwei Kantersiegen nach Turin

- Albertville/Turin - Die deutschen Eishockey-Frauen haben mit zwei Kantersiegen gegen Frankreich das gewünschte Selbstvertrauen für ihren zweiten Olympia-Auftritt gesammelt. Dem 10:1 (3:0, 6:0, 1:1) vom Samstag ließ das DEB-Team am Sonntag ebenfalls in Albertville einen 9:0 (3:0, 3:0, 3:0)-Sieg folgen. Danach machte sich die Auswahl per Bus aus der Olympia-Stadt von 1992 auf den Weg Richtung Turin, wo am Abend der Einzug in das Olympische Dorf erfolgen sollte.

Mit einem Länderspiel gegen Olympia-Gastgeber Italien holt sich der WM-Fünfte am Mittwoch in Lecco bei Mailand den letzten Schliff, ehe am kommenden Samstag (13.00 Uhr) gegen Finnland das allererste Spiel der olympischen Eishockey-Turniere auf dem Programm steht. Weitere Vorrundengegner sind Weltmeister USA und die Schweiz. Die zwei besten Teams der beiden Vorrundengruppen erreichen das Halbfinale. "Wir wollen Platz fünf festigen. Auf Rang vier vorzustoßen, wäre ein Traum", sagte DEB-Sportdirektor Franz Reindl. Das Debüt vor vier Jahren in Salt Lake City hatten die DEB-Frauen als Sechste beendet.

Die Französinnen waren der gewünschte Sparringspartner für die Auswahl von Bundestrainer Peter Kathan, der alle 20 Spielerinnen einsetzte. Herausragende Akteurin war Michaela Lanzl, die für Minnesota Duluth in den USA spielt. Nach drei Treffern am Samstag gelangen der 21 Jahre alten Stürmerin am Sonntag sogar vier Tore. Christina Oswald (7.) und Claudia Grundmann (9.) eröffneten den Torreigen. Michaela Lanzl, deren Schwester Andrea ebenfalls dabei ist, erzielte in der 19., 24. und 32. Minute drei der nächsten vier Treffer und sorgte in der 49. Minute auch für den Endstand. Zwei Mal erfolgreich war die Hamburgerin Denise Soesilo (24./49.), außerdem traf Nikola Holmes (48.).

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