Starke Leistungen lassen hoffen

Frauen des FC Bayern planen Angriff auf VfL Wolfsburg

Melanie Leupholz verlässt den FC Bayern und wechselt zum FC Chelsea.
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Melanie Leupholz verlässt den FC Bayern und wechselt zum FC Chelsea.

Zum vierten Mal in Folge landen die Frauen des FC Bayern auf dem zweiten Platz. Trotz starker Leistungen nach der Corona-Pause war der VfL Wolfsburg  zu stark.

  • Mit einem 3:0-Sieg hat die Frauen-Fußballmannschaft des FC Bayern München die Saison 2019/20 beendet. 
  • Acht Punkte betrug der Rückstand auf den neuen und alten Deutschen Meister VfL Wolfsburg. 
  • Beflügelt durch eine starke Rückrunde möchte die Mannschaft kommende Saison wieder ganz oben stehen.

München – Nur allzu gerne hätte sich Melanie Leupolz mit einem Tor vom FC Bayern verabschiedet. Gleich mehrfach bot sich der Kapitänin, die zum FC Chelsea wechselt, am letzten Bundesliga-Spieltag in Essen am Sonntag die Gelegenheit dazu, aber es fehlten stets ein paar Zentimeter. „Ich hatte einige Chancen, über ein Tor hätte ich mich nochmal sehr gefreut“, sagte die 26-Jährige nach dem 3:0-Sieg: „Aber das Wichtigste ist die Champions-League-Qualifikation, und die haben wir geschafft.“

FC Bayern (Frauen): Saisonziel Champions League erreicht

Die FCB-Fußballerinnen qualifizierten sich als Tabellenzweiter mit acht Punkten Rückstand auf Meister VfL Wolfsburg zum sechsten Mal in Folge für die Königsklasse. Das Saisonziel der Bayern-Frauen – zum vierten Mal in Serie Vizemeisterinnen – wurde somit erreicht. Der Vorsprung auf Verfolger Hoffenheim betrug am Ende fünf Zähler. Was sich letztlich klarer anhört, als es über weite Strecken war. Bis zum letzten Spieltag lieferten sich die Münchnerinnen mit Hoffenheim ein enges Rennen um Platz zwei, nur weil die TSG am Sonntag in Potsdam verlor, wuchs der Vorsprung am Ende auf fünf Punkte an.

„Hoffenheim hat wirklich eine starke Saison gespielt und war uns immer auf den Fersen. Da durften wir keinen Millimeter preisgeben“, sagte Torhüterin Laura Benkarth. Dass es so knapp zuging, lag vor allem an einer holprigen Hinrunde. Die Bayern-Frauen verloren überraschend zuhause gegen Leverkusen und mussten sich auch in Hoffenheim geschlagen geben.

FC Bayern (Frauen): Kampfansage an den VfL Wolfsburg

In der Winterpause wuchs die im Sommer neuformierte Mannschaft dann zusammen, die Ideen des neuen Trainers Jens Scheuer wurden besser umgesetzt. „Ich kann mich noch gut erinnern, als ich in unserem Trainingslager im Winter gesagt habe, wir sind auf einem guten Weg“, sagte Scheuer: „Vom Remis in Duisburg sind wir dabei etwas unterbrochen worden, aber der Weg, wie wir ihn jetzt bestritten haben, war beeindruckend. Genauso wollen wir auch künftig auftreten – immer souverän, immer dominant, immer mit Spielfreude.“

Der FCB blieb in der Rückrunde ungeschlagen und ließ nur in Duisburg und gegen Meister Wolfsburg Punkte. „Ich finde, wir haben uns nach der Coronapause von einer starken Seite gezeigt. Hätten wir davor nicht ein paar Spiele vermasselt, wäre noch mehr drin gewesen“, sagte Lina Magull. In der neuen Saison wollen die Bayern-Frauen dem VfL Wolfsburg jedenfalls ein engeres Rennen liefern, es wurden bereits namhafte Spielerinnen wie Viviane Asseyi, Klara Bühl oder Lea Schüller verpflichtet. „Jetzt freuen wir uns auf unsere Sommerpause, auch wenn diese nicht lange sein wird. Dann können wir erholt und positiv in die neue Saison starten und Wolfsburg angreifen“, sagte Laura Benkarth. (Christian Stüwe)

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