Wenn Miro gegen Zenit ausfällt, fehlen die Alternativen im Sturm

Angst um Klose

Die Bilanz ist überwältigend: 15 Tore schossen Bayerns Super-Stürmer Luca Toni und Miro Klose im bisherigen Verlauf des Uefa-Cups bereits.

Und das in gerade einmal zehn Spielen. Macht eine Quote von 1,5 Toren pro Spiel.

Doch jetzt der Schock: Für das Halbfinal-Endspiel am Donnerstag gegen Zenit St. Petersburg (Anstoß: 20.45 Uhr, Sat.1 und Premiere live) könnte Bayerns Super-Sturm komplett ausfallen. Luca Toni ist ohnehin wegen seiner fünften gelben Karte gesperrt. Und auch für Miro Klose wird es eng: „Er hat einen Schlag auf den Spann bekommen und konnte wegen einer Entzündung auf dem Fuß nicht trainieren. Für das Spiel am Donnerstag ist er fraglich“, erklärte Bayern-Pressechef Markus Hörwick gestern.

Angst um Klose!

Sollte Klose tatsächlich ausfallen, haben die Bayern ein Riesen-Problem. Denn dass Poldi Toni ersetzt, ist zwar klar – doch wer wird der zweite Stürmer neben ihm? Es gibt drei Möglichkeiten: der ausgemusterte Jan Schlaudraff, Amateur Sandro Wagner – oder Franck Ribéry muss als Stürmer ran. Doch dann würde er im Mittelfeld fehlen…

Für Hitzfeld eine schwierige Situation. Zumal sich die Bayern zuletzt auf ihre Offensive verlassen konnten. In jedem Uefa-Cup Spiel schossen sie mindestens ein Tor (zu Hause 15 Tore, auswärts 14). Ein Hauptgrund, weshalb sie es bis ins Halbfinale geschafft haben.

Und ausgerechnet jetzt müssen die Bayern auf Toni verzichten. Jetzt, wo ein gutes Hinspiel-Ergebnis so wichtig wäre. Denn wie schon gegen Getafe spielen die Bayern zuerst zu Hause, müssen im Rückspiel nach St. Petersburg. „Deshalb wollen wir unbedingt gewinnen um uns eine gute Ausgangssituation fürs Rückspiel zu verschaffen“, sagte Lukas Podolski.

Er weiß: Nach Tonis Ausfall liegt die ganze Hoffnung der Bayern-Fans auf ihm. Denn während es in der Bundesliga bei ihm überhaupt nicht lief (nur zwei Saisontore), hatte er im Uefa-Cup stets starke Auftritte. Die Bilanz: zehn Spiele, fünf Tore.

Poldi: Mir doch egal, was die Russen machen

Lukas Podolski zeigt sich vor dem Spiel gegen Sankt Petersburg unbeeindruckt. Auch Mark van Bommel zeigte sich gelassen vor dem Spiel gegen die Russen.

Poldi: „Klar würde ich mich freuen, wenn ich ein Tor schießen würde.“

Doch wer soll neben Poldi stürmen? Ein Kandidat: Jan Schlaudraff. Er wird die Bayern nach Saisonende verlassen, wäre aber der einzige etatmäßige Stürmer im Kader. Das Problem: Schlaudraff hatte in dieser Saison nur zwölf Einsätze, schoss kein einziges Tor.

Zweiter Kandidat: Sandro Wagner. In der Saisonvorbereitung war der Regionalliga-Stürmer regelmäßig im Kader, wurde in den ersten vier Saisonspielen auch eingesetzt. Seitdem aber war er wieder ausschließlich bei den Amateuren im Einsatz. Seine Bilanz dort: Zehn Spiele, null Tore.

Lösung Nummer drei: Franck Ribéry könnte aus dem Mittelfeld in den Sturm beordert werden. Zuletzt versuchte Hitzfeld es so in der Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt – ohne Erfolg. Erst als Ribéry zurück ins Mittelfeld rutschte, siegten die Bayern.

Sturm-Alarm also bei den Bayern – für die Fans heißt das: Daumen drücken, dass Klose rechtzeitig fit wird…

Quelle: DPA

Quelle: tz

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