Diese Spiele vergisst der Chilene nicht

Wurden den Bayern Titel geklaut? Vidal überrascht mit steiler These

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Arturo Vidal hat ein gutes Gedächtnis.

Arturo Vidal hat sich vor einigen Wochen vom FC Bayern verabschiedet. In Gedanken ist der Chilene jedoch weiterhin bei seinem Ex-Klub.

München/Barcelona - Beim FC Barcelona spielt Arturo Vidal bislang noch keine tragende Rolle. Reichte es nach seinem Wechsel beim Supercup gegen Sevilla nur zu vier Minuten Einsatzzeit, stand der 31-Jährige beim Liga-Auftakt gegen Deportivo Alaves immerhin fünf Minuten auf dem Rasen.

In Gedanken scheint der Chilene ohnehin weiterhin bei seinem Ex-Klub. Im Gespräch mit der spanischen Sport-Gazette Mundo Deportivo überraschte der Mittelfeldmann mit einer steilen These. „Mit Videobeweis hätte Bayern zwei Champions-League-Titel mehr“, diktierte Vidal in die Notizblöcke.

Von „Mäusen“ und „Dieben“

Der 31-Jährige spielt damit auf mehrere strittige Szenen aus zurückliegenden Duellen in der Königsklasse an. Beide Male hieß Bayerns Kontrahent Real Madrid. In der Saison 2017/18 ahndete Schiedsrichter Cüneyt Cakir ein eindeutiges Handspiel von Marcelo nicht. Die Heynckes-Elf schied nach einem 2:2 im Halbfinal-Rückspiel (Hinspiel: 1:2) trotz drückender Dominanz aus.

Vidal reagierte auf das Ausscheiden mit einem wütenden Instagram-Post. Unter ein Foto der Real-Spieler setzte der Chilene ein langgezogenes „Ratonessss“. Im Spanischen bedeutet der Ausdruck so viel wie „Mäuse“ und spielt auf eine ängstliche Spielweise an. Die lateinamerikanische Variante lässt sich durchaus mit „Diebe“ übersetzen.

Ausgerechnet Vidal fliegt

In der Saison zuvor scheiterten die Bayern bereits im CL-Viertelfinale an den „Galaktischen“ (2:4) - unter anderem deshalb, weil Cristiano Ronaldo den Münchnern aus Abseitsposition den Todesstoß versetzte. Der deutsche Rekordmeister agierte seinerzeit bereits in Unterzahl - ausgerechnet Vidal hatte das Feld aufgrund einer fragwürdigen Entscheidung von Referee Viktor Kassai verlassen müssen.

Vidal und Schiedsrichter Kassai werden wohl keine guten Freunde mehr.

Spanische Medien berichteten nach dem bitteren Abend im Mai 2017, dass drei FCB-Stars nach der Partie in die Schiedsrichter-Kabine eindringen wollten. Karl-Heinz Rummenigge kritisierte Kassai beim Bankett in der spanischen Kapitale heftig. „Wir sind beschissen worden“, so seine drastischen Worte.

Vidals steiler These mangelt es ohne Zweifel nicht an einer gewissen Substanz. Ob die Bayern mit der Hilfe eines Videoassistenten nun zwei Champions-League-Titel mehr auf dem Konto hätten, ist allerdings fraglich. Immerhin wäre in beiden Fällen das Endspiel noch ausgetragen worden.

lks    

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