Nach Angriff mit Wodkaflasche

Vidals Schwiegervater lässt Prozess platzen - jetzt droht ihm ein Haftbefehl

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Nicht nur auf dem Platz ein Aggressive Leader: Arturo Vidal droht wie seinem Schwiegervater ein Prozess.

In einer Diskothek hat der Schwiegervater von Arturo Vidal mit einer Wodkaflasche um sich geschlagen. Zu seinem Prozess erscheint der Angeklagte aber nicht. Er ist wohl nicht einmal in Deutschland.

München - Der Gerichtsstreit um die Familie Vidal hat am Donnerstag für neuen Ärger gesorgt. Wie berichtet, muss sich Carlos M., Schwiegervater von FC-Bayern-Star Arturo Vidal (31), wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Zu seinem Prozess ist er am Donnerstag aber ohne Begründung nicht erschienen. Amtsrichter Martin Meixner erließ daraufhin einen Strafbefehl über insgesamt 36.000 Euro.

Carlos M. hat nun zwei Wochen Zeit, auf den Strafbefehl aus München zu reagieren. Meldet er sich nicht, kann das Amtsgericht sogar einen Haftbefehl erlassen. Nach Informationen unserer Zeitung befindet sich Carlos M. aktuell in Chile. Gegenüber dem Gericht hatte er die Adresse seines Schwiegersohnes Arturo Vidal angegeben und wurde über diese Adresse auch offiziell geladen.

Vidals Schwiegervater soll 22-Jährigen mit Wodkaflasche verletzt haben

„Uns verwundert das Fernbleiben nicht wirklich“, sagte Rechtsanwalt Berthold Braunger nach dem geplatzten Prozess am Nachmittag. Er vertritt die Nebenklage von Mehmet E. (22), der Ende September 2017 im „Crowns Club“ an der Rosenheimer Straße niedergeschlagen worden war. Laut Anklage hatte Carlos M. dem Kfz-Aufbereiter von hinten eine Drei-Liter-Wodkaflasche auf den Kopf geschlagen, nachdem ein Gerangel in der Diskothek entstanden war.

Auch Arturo Vidal selbst war laut Staatsanwaltschaft in die Schlägerei verwickelt. Sein Prozess, zu dem auch sein Halbbruder Sandrino (25) geladen ist, wird dieses Jahr ebenfalls noch in München stattfinden. Unabhängig davon,ob Vidal den FC Bayern München verlässt, um künftig für Inter Mailand zu spielen.

Zu der eigentlichen Tat könnte es laut Richter Martin Meixner durch eine Verwechslung gekommen sein. Denn an dem Gerangel war Mehmet E. zunächst gar nicht beteiligt gewesen. Carlos M. hatte laut Richter dann aber den Verursacher gesucht - und eventuell versehentlich Mehmet E. attackiert. Bereits am 24. Mai hatte das Gericht Carlos M. zu dem Prozess geladen. Er muss nun wohl auch die Kosten des Nebenklägers übernehmen.

Andreas Thieme

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