Azakaya na, Poldi! Super, Poldi – dreifacher Torschütze gegen Urawa!

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Trifft fast nach Belieben: Lukas Podolski

Tokio - Lukas Podolski grinste über beide Ohren. Um ihn herum ein Pulk Journalisten, TV-Kameras, Mikrophone.

Chronik des Spiels:

Ticker: Urawa Red Diamonds - FC Bayern

Gerade war Podolski zum „Man of the Match“ beim 4:2-Sieg der Bayern über die Urawa Red Diamonds gewählt worden. Prämie: 3 000 Euro, die er flugs einem Tokioter Kinderkrankenhaus stiftete. In den Katakomben nach dem Spiel rissen sich die Japaner um den Bayern-Stürmer, der in Asien ein ziemlicher Star ist. Podolski blieb cool, grinste und ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen, seine Interviewer am Ende doch noch ein wenig zu veräppeln. „Arigato! Arigato!“, säuselte Podolski, faltete die Hände und verbeugte sich wie es die Japaner tun.

Telefonscherze und Krückenkicks - Der Fototermin des FC Bayern

Telefonscherze und Krückenkicks - Der Fototermin des FC Bayern © sampics
Franck Ribéry kickt mit Krücken, Poldi treibt Telefonscherze, und Klose hadert mit seiner Garderobe: Sehen Sie hier die besten Fotos vom Fototermin. © sampics
Der Fotografenandrang ist riesig. © dpa
Der alljährliche Fototermin des Rekordmeisters mit den neuen Trikots fand in einer Turnhalle auf dem Vereinsgelände an der Säbener Strasse statt. © dpa
"Moni? Ja, hier ist der Lukas. Wollt nur sagen: Dauert noch etwas. Und der Franck macht schon wieder Blödsinn" - Ob Poldi hier nach Haus' telefoniert? © dpa
Jürgen Klinsmann posiert mit dem Ball. © dpa
"Högschde Eisabahn, mir habat bald Training!" - Jürgen Klinsmann schaut auf die Uhr. © dpa
Die Mannschaft posiert bereitwillig für die Teamfotos - in allen drei Trikots. © dpa
Das Bayern-Team im Heimtrikot © sampics
Das Bayern-Team im Auswärtstrikot © sampics
Das Bayern-Team im umstrittenen Champions-League-Trikot, das in der "Löwen-Farbe" Blau gehalten ist. © sampics
Abseits der Kameras: Hans Jörg Butt, Thomas Kraft und Willy Sagnol (v.l.) legen ein Päuschen ein. © sampics
Poldi hingegen findet die Kameras äußerst interessant - und schaut bei einem Experten durch die Linse. © dpa
Seine Beine machen nach seinem Syndesmoseriss noch nicht so richtig mit, aber Franck Ribéry kann's auch mit der Krücke. © sampics
Jürgen Klinsmann sitzt für die Fotografen auf der Bank. © sampics
Franck Ribéry humpelt vor seinen Teamkollegen davon. © dpa
Turnhalle rauf, Turnhalle runter: Franck Ribéry übt sich im Krücken-Dauerlauf. © dpa
Spaß mit Fans: Tim Borowski, Miroslav Klose, Mark van Bommel, Daniel van Buyten und Franck Ribéry (v.l.) haben sich als Anhänger ihres eigenen Clubs verkleidet. © sampics
"Ey, Trainer!" - Franck Ribéry treibt Schabernack mit seinem neuen Chef. © dpa
"Bitte lächeln!" Das fiel Jürgen Klinsmann noch nie schwer. © dpa
Miroslav Kloses Blick sagt alles: So ganz ist er nicht überzeugt von seinem Outfit. © dpa
Ein gelangweilter Jürgen Klinsmann und sein gelangweilter Trainerstab © dpa
Poldi hebt ab! Und testet mal einen anderen Ball. © dpa
Ein Suchbild! Auf diesem Foto haben wir einen Franck Ribéry versteckt. Sie erkennen ihn an den weißen Zähnen. © dpa
Franck Ribéry vergeht das Lachen einfach nicht. © dpa
Sind das Manieren? Lukas Podolski zeigt seinem Stürmerkollegen den Stinkefinger - hoffentlich nur aus Versehen. © dpa

Podolski hatte allen Grund zur guten Laune. Denn gegen die Urawa Red Diamonds, den amtierenden Sieger der asiatischen Champions League war Poldi der beste Mann auf dem Platz. Drei Tore erzielte der Youngster, am Ende wurde er von den Fans beider Mannschaften gefeiert. Ganz Japan jubelt: Azakaya na, Poldi. Das ist japanisch und heißt: Super, Poldi!

Für Podolski könnte dieses an sich so unwichtige Freundschaftsspiel noch eine spezielle Bedeutung bekommen: Denn Poldis Auftritt in Tokio war eine nachdrückliche Bewerbung für einen Platz in Klinsis Startelf. Und eine Kampfansage an seine Kollegen Toni und Klose. Poldi war lauffreudig, ballsicher, torgefährlich – in dieser Form kommt Klinsmann kaum an ihm vorbei. „Ich bin froh, dass ich heute getroffen habe. Aber ich habe die Dinger auch bei der EM schon reingemacht!“, sagte Podolski. Soll heißen: Wenn ich spiele, dann treffe ich auch! Poldi setzt Klinsi unter Druck – weniger mit Worten, dafür mit seiner Leistung.

Klinsi hat Poldis Bemühen natürlich registriert. „Wir werden mit zwei Angreifern spielen, es wird einen Kampf geben zwischen unseren drei Ausnahmestürmern. Lukas hat heute begonnen den Kampf anzunehmen“, sagte Klinsmann nach dem Spiel, dass die Bayern zu jeder Zeit locker im Griff hatten. Bereits in den ersten Minuten hätte Bayern mehrfach in Führung gehen können. Es dauerte dann doch bis zur 16. Minute, ehe Klose einen katastrophalen Abwehrfehler der Japaner ausnutzte und zum 1:0 einschob. Auch beim 2:0 profitierten die Bayern von einem Fehler der Diamonds. Schweinsteiger lupft auf Podolski, Torhüter Tsuzuki kommt aus seinem Tor und stößt mit Podolski zusammen – der Ball trudelt ins Tor. Ob Poldi den Ball berührte oder nicht, blieb ungeklärt. Die Japaner jedenfalls gaben ihm den Treffer.

Bei Poldis Toren zum 3:0 (43.) und 4:1 (63.) war seine Beteiligung zweifelsfrei belegbar, beide Male zog Poldi mit links im Strafraum ab. Das zweite Tor war eine sehenswerte Direktabnahme.

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge war zufrieden: „Es war ein tolles Spiel, die Mannschaft war von der ersten Sekunde an sehr aktiv. Das war unsere beste Leistung in der Vorbereitung.“ Vor allem Dank Podolski. Dem Stürmer, der eigentlich weg wollte und an dem die Bayern noch viel Spaß haben könnten.

Quelle: tz

Quelle: tz

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